Streit um den Text Panorama Schlager
Wiesn-Wirte werden den Hit der „Layla“-Party nicht spielen.
Stand: 14:06 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
“Ich würde auch nicht die Bücher von Paulo Coelho verbrennen oder die CDs von Norah Jones löschen.”
„Sie haben ein Recht auf Geschmacklosigkeit“, sagt WELT-Chefjournalistin Anna Schneider zum Verbot des Partysongs „Layla“ auf der Düsseldorfer Messe. Bereits Anfang der Woche war bekannt geworden, dass „Layla“ beim Kiliani-Volksfest in Würzburg nicht gespielt werden kann.
Nachdem die Stadt Würzburg den Erfolg der „Layla“-Party für ein Volksfest verboten hat, ziehen nun zwei Wirte des Münchner Oktoberfestes nach. Unterdessen kursiert ein „Layla“-Video, das den Würzburger Oberbürgermeister erklärungsbedürftig macht.
Zwei Wirte des Münchner Oktoberfestes haben erklärt, dass sie den Hit „Layla“ im Herbst nicht in ihren Festzelten spielen wollen. Das sagten die Sprecher der Gastgeber Christian Schottenhamel (Festhalle “Schottenhamel”) und Peter Inselkammer (“Armbrustschützenzelt”) der “BILD”-Zeitung. Schottenhamel begründete seine Entscheidung damit, dass ihm das Lied nicht gefalle. Aber Schottenhammel sagte auch, sie hätten sich in einer Chat-Gruppe mit Gleichaltrigen darauf geeinigt, dass das „Lied umstritten“ sei.
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Meinungsstreit um “Layla”
Die Kontroverse um den Song von Produzent Matthias Distel, alias Ikke Hipgold, entzündete sich an den Texten. Dort sagt sie unter anderem: “Sie ist hübscher, jünger, lustiger, die schöne Layla.” „Layla“ wird den Zuhörern als „Puffmama“ vorgestellt; im Musikvideo wird sie von einem Mann gespielt. Das von Kritikern als sexistisch deklarierte Lied „Layla“ mit den Darstellern „DJ Robin & Schürze“ wurde vom sogenannten Kiliani-Volksfest in Würzburg verbannt, das Lied sollte nicht im Schützenzelt der Düsseldorfer Kirmes gespielt werden. weder. Für die übrigen Geschäfte und Schausteller sprachen die Schützen als Veranstalter eine entsprechende Empfehlung aus.
Hip Gold selbst äußerte sich am Donnerstag zu der Kontroverse um seinen Song. Auf Instagram teilte er ein Foto mit dem Tag „#freelayla“. Im Begleittext hat er sich „gegen Zensur“ ausgesprochen und sich „für ein Leben nach der Krone“ sowie für „Kunst- und Meinungsfreiheit“ eingesetzt. Auf Druck von Politikern, Gästen und Musikern werde ihnen gesagt, „was sie singen und spielen dürfen“, schrieb Hipgold. „Layla“ sei „ein Symbol für Diskriminierung und Ausgrenzung“ geworden. Rund 60.000 Menschen mochten den Post am Freitagmorgen.
Diese:
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In seinem Beitrag forderte Hip Gold seine Anhänger auch auf, eine Online-Petition zu unterstützen. Bis Freitagmorgen hatten mehr als 35.000 Menschen es unterzeichnet. Die Petition erhebt keinen konkreten Anspruch und hat eher symbolischen Charakter. Den Anfang machte die Plattenfirma „Summerfield Records“, deren Chef das Gold schickt.
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Besonders scharf: Seit Donnerstag kursiert im Internet ein Video, in dem Christian Schuchardt (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, mit „Layla“ tanzt. Darüber berichtete unter anderem der Bayrische Rundfunk (BR). Würzburg ist die Stadt, in der das Lied erstmals auf einem Volksfest verboten wurde.
Der Ausschnitt aus dem Video zeigt laut BR Schuchardt wenige Tage, bevor ihm die Stadt Würzburg das Abspielen des Songs untersagte. Der Sender berichtete auch, dass nicht festgestellt werden konnte, ob Schuchardt die Texte sang oder sie überhaupt kannte. Der Bürgermeister teilte dem BR schriftlich mit, dass er die Briefe im Zuge des Streits nur bei Google gesucht und nicht gut gefunden habe. „Jedenfalls habe ich den vollen Buchstaben in der Atmosphäre des Zeltes nicht bewusst wahrgenommen“, sagt Schuchardt.
Der CDU-Politiker versicherte zudem, dass er außer beim Kiliani-Volksfest in seiner Stadt keine “Ballermann-Musik” hören werde. Weiter sagte er, dass er das Spielverbot für angemessen halte: „Ich finde es richtig, dass ein Veranstalter keine sexistischen oder rassistischen Lieder bestellt oder spielt. In diesem Zusammenhang habe ich auch die letztjährige Vereinbarung zwischen der Stadt und der veranstaltenden Brauerei begrüßt und unterstützt. Wichtig finde ich auch die aktuelle breite Diskussion darüber, was geht und was nicht.“
Das Performer-Duo will den Text „Layla“ ausschalten.
Unterdessen entwickelt sich der Fall „Layla“ weiter. Angesichts der erlebten Kontroverse berichtete der Fernsehsender RTL am Freitagnachmittag, dass das Duett der Darsteller „Layla“, „DJ Robin & Schürze“ den Text deaktivieren wolle. Die Musiker arbeiten an einer „Kinderversion“ des Songs, die im Herbst erscheinen soll. Das sagte Produzent Hip Gold dem Sender.
Die Zeilen “Ich habe ein Bordell und das Bordell meiner Mutter heißt Layla. Sie ist hübscher, jünger, lustiger” sollten also geändert werden: “Ich habe ein Loch und der Name der Mutter des Hundes ist Layla”.
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