Leichtathletik: Mujinga Kambundji erzielt mit 10.89 einen neuen Schweizer Rekord

Neuer Schweizer Rekord über 100 m

Kambundji flieht aus Del Ponte!

Mujinga Kambundji schiebt richtig ins Rohr bis zur Schweizer Meisterschaft: Schweizer Rekord über 100 m in 10,89 Sekunden!

Gepostet: 21:51 Uhr

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Aktualisiert: vor 1 Minute

Es ist Freitagabend um zwei Viertel nach neun und Mujinga Kambundji (30) lässt es richtig krachen. Bernerin schießt aus den Startlöchern am Letzigrund in Zürich, fegt die Tartanbahn hinunter und entfernt sich unaufhaltsam von ihren Konkurrentinnen. Am Ende leuchtet die magische Zahlenkombination auf: 10,89 Sekunden, ein neuer Schweizer Rekord über 100 m!

Das bedeutet: Kambundji ist erneut die schnellste Frau der Schweiz! Eine Woche nach seinem 30. Geburtstag jagt er den Landesrekord von Ajla Del Ponte (25), zehn Tage nach seinem neuen Rekord über 200 m am Berner Citius Meeting ist er erneut die Nummer 1 auf der kürzesten Distanz.

Der Schweizer Meistertitel ist nur Nebensache

„Er hat auf Bern geklickt“, sagt er. “Ich habe einen Schritt in Richtung eines neuen Leistungsniveaus gemacht.” Das wirkt beeindruckend: Vom starken Start bis zu den unwiderstehlichen letzten Metern demonstriert er seine Höchstform.

Dass Kambundji mit dem Sensationsrennen auch Schweizer Meister wird, wird zur Nebensache. Viel wichtiger: Mit 10,89 springt er auf Platz 8 der Weltbestenliste des Jahres, in Europa ist er derzeit sogar die Nummer 1.

Kambundji zeigt auch, dass perfekte Bedingungen völlig überbewertet werden. Am Nachmittag regnet es im Letzigrund, auf den letzten 100 m ist es kühl, deutlich unter 20 Grad. „Regen ist keine Entschuldigung“, sagt Kambundji, der eigentlich lieber mit der Hitze läuft. Sein Trainer Adi Rothenbühler sagte ihm vor dem Rennen: „Wenn du fit bist, kannst du bei jedem Wetter schnell laufen.“

Der Mann weiß offensichtlich, wovon er spricht. Nach dem Rekord gab Rothenbühler zu, dass er ziemlich sicher war, dass er weniger als 11 Sekunden laufen würde. “Im Training letzte Woche war es so gut wie zuvor in Belgrad.” Dort wurde Kambundji im März Weltmeister im Cover.

Es sind nicht nur die ersten paar Schüsse, die für Aufsehen sorgen

Del Ponte ist Zweiter in 11.26, immer noch mit dem Besten der Saison. Nach seiner Verletzung kann er derzeit nicht an Kambundji herantreten.

Auch hinter den ersten beiden Starts des Schweizer Sprints steckt vieles: Beim Duell zwischen Géraldine Frey und Salome Kora geht es um die Teilnahme am Weltcup, Frey soll nun mit Platz 3 in der SM den Sprung schaffen.

Ein Test für den Weg, den der Schweizer Frauensprint eingeschlagen hat. Als Kambundji vor 13 Jahren mit 17 Jahren Meister wurde, musste er dafür 11,66 laufen. Am Freitagabend sind elf Athleten erst im Halbfinale schneller.

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