Leopard-2-Panzer: Friedrich Merz unterstützt die Rüstungsforderung der Ukraine

Deutschlands Krieg mit Russland

CDU-Chef Merz unterstützt die Forderung der Ukraine nach Leopard-2-Panzern

Stand: 15:00 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

“Kherson könnte umzingelt werden: ein Wendepunkt”

Die Gegenoffensive der Ukraine hat begonnen. Die ersten Verteidigungslinien der Russen sollen überwunden sein. WELT-Reporter Jan-Friedrich Funk analysiert die aktuelle militärische Lage im Krieg in der Ukraine.

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Der ukrainische Ministerpräsident bestellt vor seinem Berlin-Besuch Leopard-2-Panzer aus Deutschland. Unterstützt wird er von Unionsfraktionschef Friedrich Merz. Der Oppositionsführer sieht die Direktlieferung von Kampfpanzern vom Deutschen Bundestag gedeckt.

Der Vorsitzende der Gewerkschaftsfraktion Friedrich Merz hat sich für die Lieferung deutscher Kampfpanzer Leopard 2 zur Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg ausgesprochen. „Wir sollten der Ukraine auch dabei helfen, damit sie die russische Aggression zurückschlagen kann“, sagte der CDU-Chef am Freitag bei einem Treffen der Unionsfraktionsspitzen im oberbayerischen Murnau. Zuvor hatte der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal eine solche Übergabe gefordert.

CDU-Chef Friedrich Merz fordert Lieferung moderner Kampfpanzer an die Ukraine

Bildnachweis: AFP/CHRISTOF STACHE

Schmyhal wird am Samstag in Berlin erwartet. Am Sonntag wird er von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Kanzleramt empfangen. Schmyhal ist der ranghöchste ukrainische Politiker, der Berlin seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor mehr als einem halben Jahr besucht.

Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagte er: „Wir brauchen einen Wandel in der Waffenlieferungsphilosophie. Damit meine ich: Moderne Kampfpanzer müssen auch versorgt werden.“ Die Ukraine hofft, dass “die Vereinigten Staaten uns ihre Abrams-Panzer liefern und wir auf den Leopard 2 aus Deutschland warten”.

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Merz sagte, er habe bereits am 2. Mai in Kiew mit Schmyhal über die Waffenlieferungen gesprochen. Nun wird er ihn auch am Sonntag oder Montag am Rande seines Berlin-Besuchs treffen. Der Fraktionsvorsitzende betonte: „Eine Lieferung deutscher Panzer, darunter auch Kampfpanzer, entspricht dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 28. April 2022“, wie die Unionsfraktion forderte.

Für Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist die Direktlieferung von Kampfpanzern bisher tabu. Kein anderer Nato-Staat hat bisher Waffensysteme westlicher Prägung an die Ukraine geliefert. Spanien hat jedoch in Deutschland hergestellte Leopard-2-Panzer angeboten.

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Der Chef der CSU-Landesgruppe, Alexander Dobrindt, sagte, er könne die Forderung der Ukraine nach mehr Waffenlieferungen verstehen. „Wir werden immer wieder und von Fall zu Fall über die Details sprechen, welche Waffen“, sagte er. “Aber eines ist klar: Wir wollen die Ukraine weiterhin mit schweren Waffen unterstützen.”

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