Lufthansa hat in der vergangenen Woche einen drastischen Schritt unternommen, um das Flugchaos besser zu organisieren: Ab dem 1. Juli werden auf allen Lufthansa-Flügen nach Europa und durch den Atlantik nur noch die teuersten Buchungsklassen zum Verkauf angeboten. Das hatte drastische Folgen für alle, die noch Kurzzeittickets buchen wollten: Ein einfacher Flug von Frankfurt nach Amsterdam beispielsweise kostete plötzlich mehr als 900 Euro, da nur die Y-Klassen verfügbar waren. ) und C ( Arbeitgeber).
Nun ist die Maßnahme mehr oder weniger planmäßig abgeschlossen. Ab heute (7. Juli) werden alle Reserveklassen von K (günstigste Economy) bis F (erste Klasse Full Flex) weiterverkauft. Das gilt für den Direktverkauf auf Lufthansa.com ebenso wie für Reisebüros, Expedia und mehr.
Natürlich haben nicht alle Flüge günstige Tickets. Aber das Beispiel Frankfurt-Amsterdam der vergangenen Woche zeigt, wie drastisch die Auswirkungen sind. Bis letzte Woche kostete der Eintritt etwa 150 €. Währenddessen verlangte Lufthansa satte 925 €, und jetzt sind wir wieder bei 224 €:
Preisentwicklung von LH 986 Frankfurt – Amsterdam am 27. Juli 2022
Auf anderen Strecken ergibt sich ein ähnliches Bild. München – Dubrovnik zum Beispiel. Ein Hin- und Rückflug vom 21. bis 28. Juli kostet jetzt wieder 196 €, genau so wie vor der Preiserhöhung:
Die Maßnahme soll Umbuchungsplätze freihalten
Wenn Sie die Aktion der letzten Woche nicht genauer verfolgt haben, werfen Sie einen Blick zurück. Erklärtes Ziel der Lufthansa war es keineswegs, Touristen mit teuren Tickets zu betrügen. Stattdessen wollte er den Ticketverkauf bewusst eindämmen, indem er die Flugzeuge nicht mehr füllte.
Hintergrund dieser Maßnahme waren die chaotischen Zustände an deutschen Flughäfen. Sowohl an den Flughäfen als auch bei Lufthansa selbst herrscht Personalmangel. Daher hat Lufthansa in den vergangenen Tagen zahlreiche (auch kurzfristige) Flüge gestrichen. Um möglichst viele Kunden auf die eigenen Flieger umbuchen zu können, wurde der Verkauf neuer Tickets weitestgehend unterbunden.
Anscheinend sind bereits fast alle Reservierungen vorgenommen worden, also wurden alle freien Plätze wieder zum Verkauf angeboten.
KLM erhöhte auch die Preise
900 € für einen einfachen Flug? Das galt nicht nur für Lufthansa, sondern auch für den Konkurrenten KLM. Derzeit werden Flüge mit dem SkyTeam-Mitglied zu ähnlichen Tarifen fortgesetzt; hier das Beispiel Frankfurt – Amsterdam:
Preise für einen einfachen Flug mit KLM am selben Tag (27. Juli)
Ich vermutete zunächst eine Verbindung zur Lufthansa. KLM verlangt jedoch auch ähnliche Preise auf anderen Strecken, wie z. B. Amsterdam – Kopenhagen.
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