Macbook Air mit Apples M2-Chip im Test: Ist es besser als sein Vorgänger?

Leichter, schneller, besser? Das neue Macbook Air M2 im Test

Apple hat im Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC einen neuen Chip versprochen. Jetzt könnt ihr euch ein Bild vom neuen Macbook Air M2 machen. Und tatsächlich hat das Modell gegenüber seinem Vorgänger einige Vorteile. Aber ist es wirklich besser? ein Test.

Berlin. Auch Menschen, die sich weniger oder gar nicht mit Laptops beschäftigen, konnten Apples Macbook Air auf den ersten Blick erkennen. Die keilförmige Box, die an ihrer dünnsten Stelle weniger als einen halben Zentimeter misst, war bei ihrem Debüt im Jahr 2008 eine Designikone. Aber vor fast anderthalb Jahrzehnten wurde die Leichtigkeit mit schmerzhaften Verpflichtungen erkauft. Keine LAN-Buchse und nur ein USB-Steckplatz sind nur zwei Beispiele.

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Mit dem neuen Macbook Air M2 verabschiedet sich Apple nun vom Wedge-Design und steckt modernste Technik in ein superdünnes, flaches Aluminium-Gehäuse, und man muss keine Kompromisse mehr eingehen. Designelemente hat Apple für die neuen Macbook-Pro-Modelle übernommen: mit abgerundeten Kanten und einer Aussparung für die Webcam.

Ausgewogen und leicht

Das Gerät ist 11,3 Millimeter dick und wiegt 1,24 Kilogramm. Das sind nur 50 Gramm weniger als beim bisherigen keilförmigen Modell mit M1-Chip. Im Praxistest erwies sich der M2 jedoch als deutlich besser ausbalanciert und griffiger auf dem Schoß. Während das Original von 2008 an externen Anschlüssen gespart hat, verfügt das Macbook Air jetzt über alle wesentlichen Stecker: Klinkenstecker, zwei USB-C-Anschlüsse (Thunderbolt, USB 4) und der beliebte magnetische Magsafe-Ladeanschluss ist zurück.

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Der praktische und magnetische Magsafe-Ladestecker löst sich schnell und verhindert Beschädigungen, wenn Sie zum Beispiel versehentlich über das Ladekabel stolpern.

© Quelle: Christoph Dernbach / dpa-tmn

Der Bildschirm des Macbook Air M2 misst 13,6 Zoll in der Diagonale, im Vergleich zu den 13,3 Zoll der M1-Variante, da der Rahmen etwas dünner geworden ist. Allerdings erscheint am oberen Bildschirmrand eine schwarze Einkerbung (Notch), wo sich die Kamera und ein Helligkeitssensor befinden. Aber nach ein paar Stunden merkt man es nicht mehr.

Hellerer Bildschirm, schärfere Kamera

Im Vergleich zum M1 fällt jedoch sofort die verbesserte Helligkeit des Bildschirms des M2 auf, was das Arbeiten im Freien erleichtert. Ganz oben gibt es beim M1 500 Nächte statt 400 Nächte. Anders als das neue Macbook-Pro-Modell bietet das M2 allerdings kein HDR und keine dynamische Bildwiederholung von bis zu 120 Hz (“ProMotion”). Das ist der Unterschied zwischen einem sehr guten Bildschirm und einem exzellenten.

Das Webcam-Update ist abgelaufen. Die Kamera bietet jetzt eine Auflösung von 1080p und ersetzt die 720p-Kamera der M1. Das Bild ist schärfer und natürlicher. Allerdings wirken die Farben noch etwas ausgewaschen.

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Neuer M2-Chip auf Macbook

Die zweite Generation von Apples Hauptchips arbeitet jetzt auf der Platine des Macbook Air M2. Der Unterschied zu Intels Vorgängerarchitektur ist enorm. Die Videobearbeitung läuft auf einem M2-Gerät bis zu 15-mal schneller als auf einem Macbook Air mit Intel-Chip. Dann ist der Unterschied zum M1 deutlich geringer. Das Basismodell des Macbook Air M2 ist mittlerweile mit acht Grafikkernen ausgestattet, die teureren Modelle haben zehn Kerne.

Ob Musikproduktion oder Videobearbeitung – die Leistungsreserven des Apple Macbook Air M2 sind riesig.

© Quelle: Apple Inc./dpa-tmn

In der Praxis bedeutet dies, dass Sie nicht nur 50 oder mehr Tabs in Ihrem Browser geöffnet haben können, ohne Leistungseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Der M2 ist auch in der Lage, 4K-Videostunden nahtlos zu verwalten. Bei einer Dauerlast, wie dem Export eines aufwändigen 8K-Projekts nach Final Cut, kann man das MacBook Air M2 etwas in die Knie zwingen. Da das Gerät lüfterlos betrieben wird, reduziert das System die Leistung bei Bedarf schlagartig, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Der Abschluss

Mit dem Macbook Air M2 hat Apple einen überaus erfolgreichen Laptop auf den Markt gebracht. Das Design sieht cool aus, verpasst keine Anschlüsse mehr, der Bildschirm überzeugt. Und eine Akkulaufzeit von rund zwölf Stunden reicht auch für den längsten mobilen Arbeitstag.

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Erst beim Blick auf die Preisliste kommt man ins Grübeln. Das einfachste Modell mit 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) und 256 GB SSD-Speicher startet bei knapp 1500 Euro, Ausstattung und Preise enden bei rund 3000 Euro.

Um auch Käufer mit kleinerem Budget anzulocken, hat Apple das Vorgängermodell mit dem M1-Chip im Sortiment belassen. Es ist ab knapp 1200 Euro erhältlich. Für viele Nutzer wird das völlig ausreichen, wenn man auf die Verbesserungen bei Bildschirm, Webcam und Anschlüssen verzichten kann oder will.

RND / dpa

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