Noch eine Extrawurst für Tesla

Tesla-Werk bei Grünheide Foto: SO

Von Michael Sauerbier

Brandenburger Behörden braten dem Milliardär Elon Musk (50) mal wieder eine Extrawurst: Die Gemeinde Grünheide will einen Ausbau ihres Werks im Tesla-Tempo genehmigen.

Am Mittwoch beantragte Tesla die Erweiterung seines Firmengeländes auf das Rathaus Grünheide. Der Autokonzern will für einen Werksbahnhof rund 100 Hektar Wald abholzen. Dazu muss der Stadtrat einen Bebauungsplan aufstellen.

Die Hauptkommission soll den Prozess bereits am kommenden Donnerstag beginnen. Bürgermeister Arne Christiani über BZ: „Ich denke, die meisten werden zustimmen, denn der Bahnhof wird unsere Straßen erhellen. Plan B könnte in einem Jahr laufen.“

Tesla-Chef Elon Musk (50) Foto: picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild

Davon können andere Unternehmen nur träumen. Der Prozess dauert in der Regel drei bis vier Jahre. Und in Brandenburg gibt es laut einer Studie der Wirtschaftsförderung WFBB fast keine Gewerbeflächen mehr.

„Bundesweit stehen nur knapp 1.600 Hektar zur Verfügung“, sagt Studienleiter Peter Effenberger, „nur drei der Flächen überschreiten 20 Hektar, höchstens 50.“ Damit wird es bald keine Siedlung wie Tesla mit 300 Hektar mehr geben. .

Trotz des Platzmangels sind die Geschäftsanfragen um 30 Prozent gestiegen. Wirtschaftsförderer Effenberger: „Wir müssen diejenigen herausfiltern, die für die Entwicklung des Landes von besonderer Bedeutung sind.“

Themen: Elon Musk Grünheide Tesla

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *