Veröffentlicht 26. Mai 2022, 19:30 Uhr
„MyBikePlan“ bietet E-Bikes zur Ratenzahlung und ohne Zinsen an. Dies soll Menschen aus allen Gesellschaftsschichten den Zugang zu Elektrofahrrädern ermöglichen.
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Der Gründer des Start-ups, Fabian Bollhalder, will, dass sich jeder in allen Lebenslagen ein Elektrofahrrad kaufen kann.
MyBikePlan
Deshalb hat er 2019 „MyBikePlan“ gegründet.
MyBikePlan
Interessenten können dieses Fahrrad kaufen und in Raten bezahlen.
MyBikePlan
In Form kommen und der Umwelt etwas Gutes tun – Radfahren liegt voll im Trend. Besonders beliebt sind Elektrofahrräder. Denn Fahrräder mit integriertem Motor erleichtern das Treten und eignen sich für längere Strecken und Anstiege. Aber E-Bikes sind nicht billig.
Deshalb bietet das Zürcher Start-up „MyBikePlan“ E-Bikes auf Raten an: Interessenten zahlen einen bestimmten Betrag pro Monat, bis das Rad abbezahlt ist, ohne Zinsen. Infolgedessen zahlen Käufer am Ende mehr als den Kaufpreis.
Dass die Velos zinslos angeboten werden, ist dank der Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister von Valora, Bob Finance, möglich. Im Gegenzug erhalten sie eine Gewinnbeteiligung. Der Start verrät jedoch nicht, wie hoch die Beteiligung ist.
Kunden schließen hierfür einen Finanzvertrag ab. Dies wird von Bob Finance durch die zentrale Kreditinformationsstelle ZEK und den Wirtschaftsdatenanbieter Zürich Crif geprüft. „Das sichert die finanzielle Stabilität der Kunden“, erklärt Gründer Fabian Bollhalder.
400 Fahrräder im Monat
Das Start-up ist seit seiner Gründung im Jahr 2019 profitabel, und das ohne externe Investitionen. E-Bikes werden mit Händlermarge von hauptsächlich Schweizer Herstellern gekauft und anschliessend über „MyBikePlan“ mit Marge verkauft. „Wir finanzieren uns aus den Erlösen aus dem Verkauf von Elektrofahrrädern“, erklärt Bollhalder.
Aktuell verkauft das Start-up 400 Fahrräder im Monat. Das günstigste Modell gibt es ab CHF 47.71 pro Monat für eine Laufzeit von 48 Monaten. Mit seinem Unternehmen wolle er Elektrofahrräder für alle Menschen in allen Lebenslagen zugänglich machen, sagt Bollhalder.
Verschulden Sie sich nicht wegen E-Bikes
Die Schweizer Fachstelle Fahrräder und Elektrovelos SFVE äußert sich positiv über das Zürcher Unternehmen: „Wir freuen uns über jedes Angebot, das das Radfahren attraktiv macht“, sagt Geschäftsführer Martin Platter. Er weist jedoch darauf hin, dass beim Kauf eines Fahrrads keine Schulden entstehen sollten.
„Wer sich kein befristetes E-Bike leisten kann, sollte die Finger davon lassen“, sagt Platter. Grundsätzlich unterstützt das Ressort aber den Elektrofahrrad-Boom und setzt sich auch auf politischer Ebene für eine bessere Fahrradinfrastruktur ein.
Helm- und Fahrkurs für Anfänger
Laut Platter sollten Interessierte, die noch nie ein Elektrofahrrad hatten, nachforschen. Der Helm ist für bestimmte Elektrofahrräder Pflicht und wird besonders für Anfänger empfohlen. „Wer sich unsicher fühlt, sollte vorher einen Fahrkurs machen“, sagt Platter.
Zudem erlauben die meisten Hersteller eine stufenlosere Einstellung der Motorleistung von Fahrrädern. Beliebt ist auch ein Rücklichtradar. Dieser dient als Abstandswarnung und zeigt auf dem Bildschirm an, wenn sich ein Auto von hinten nähert. Ab dem 1. April müssen auch Elektrofahrräder Tag- und Nachtlicht tragen.