Perowskit-Solarzellen: Forscher machen einen Sprung ins Leben

Ein kürzlicher Durchbruch in der Erforschung von Perowskit-Materialien sollte bedeuten, dass sie zum Bau von Solarzellen verwendet werden können, die mit aktuellen Siliziummodellen konkurrenzfähig sind. Dies würde das Anwendungsspektrum der Technologie erheblich erweitern. Perowskit-Solarzellen sind grundsätzlich schon lange bekannt, haben aber ein gravierendes Problem: Entweder sind sie deutlich weniger effizient als ihre Silizium-Verwandten oder ihre Lebensdauer ist deutlich kürzer. Im Fachblatt Science haben Forscher der Princeton University nun jedoch einen Weg beschrieben, wie sie die Lebensdauer der leistungsstärksten Modelle auf einen ähnlichen Wert wie Silizium bringen können.

Forscher, die derzeit Perowskit-Verbindungen testen, sind nicht so effizient wie eine klassische Siliziumzelle. Allerdings sind die Strukturen des Materials bereits so ausgeprägt, dass hier deutliche Steigerungen möglich sind. Das Hauptziel war zunächst, die Lebensdauer zu verbessern.

Mehr Flexibilität

Der große Vorteil von Perowskiten ist ihre Flexibilität. Es ist eine ganze Familie von Materialien, die aus einer Vielzahl von Elementen gebildet werden können, sogar organische Substanzen können verwendet werden. Die resultierenden Perowskit-Kristalle können sehr unterschiedliche Eigenschaften haben, wenn sie strukturell ähnlich sind.

Das macht sie unter anderem für die Entwicklung von Solarzellen sehr interessant. Hier können Sie mit sehr sparsamen Rohstoffen Photovoltaik-Elemente herstellen, die für eine Vielzahl von Anwendungen angepasst werden können. Anstelle der bisher bekannten klassischen Module können stromerzeugende Schichten auf verschiedenen Objekten aufgebracht werden. Solarenergie könnte so auch dort erzeugt werden, wo Siliziumzellen aus optischen oder technischen Gründen schwer zu integrieren sind.

Siehe auch:

Material, Rohstoff, Solarzelle, Silizium, Mineral

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *