Preiserhöhungen in Österreich führen auch auf heimischen Feldern zu großen Problemen für die Landwirtschaft.
Der Krieg in der Ukraine hat auch in Österreich viele Veränderungen und Probleme mit sich gebracht. Die Preise hierzulande sind zuletzt in die Höhe geschossen. Auch die heimische Landwirtschaft kämpft mit der Inflation. Aufgrund steigender Kosten verderben Landwirte viele Lebensmittel auf den Feldern.
Der Absatzmarkt bricht weiter ein
Landwirte kämpfen heute massenhaft mit den Problemen eines sich verschlechternden Absatzmarktes. Laut einem Bericht des ORF Tirol würden einige einen Nachfragerückgang von mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr beklagen.
Biobauern stehen derzeit unter besonderem Druck. Wegen des Krieges werden sie in diesem Jahr den ukrainischen Erntehelfern nicht vertrauen können. Auch für die Kühlung von Gemüse soll in diesem Jahr aufgrund steigender Energiepreise mehr ausgegeben werden. Zusammengenommen würden diese Phänomene eine Inflation von 20 Prozent erfordern.
Einige Supermärkte haben zwar die Preise für ihre Bio-Produkte erhöht, die Sammlung aber nicht an die Erzeuger abgegeben. Aufgrund steigender Preise entscheiden sich Einzelhändler derzeit auch dafür, mehr konventionelles Gemüse zu kaufen, das noch relativ günstig ist.
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Aber auch mit diesen Produkten gehen die Umsätze inzwischen rapide zurück. Der Tiroler Landwirt Walter Plank sagt im Interview mit dem ORF, dass er jetzt 30 Prozent weniger Gemüse verkaufe. Er vermutet, dass sich viele Menschen das derzeit nicht leisten können.
Die veränderte Nachfrage wird in einer Stellungnahme von Spar bestätigt: „Die hohe Nachfrage nach Bio-Produkten während der Pandemie hat sich deutlich abgeschwächt (…) Billigprodukte hingegen werden deutlich stärker nachgefragt als noch vor einigen Monaten.“
Aufgrund der aktuellen Situation bleiben jedoch große Mengen erntereife Radieschen oder Salate auf dem Feld liegen und verderben. Auch das Wetter ist schuld: Es regnet nicht und die hohen Temperaturen lassen den Salat viel schneller wachsen als erwartet.
Nav-Compte TK Zeit25.05.2022, 10:36 | Akt: 25.05.2022, 10:36