Der Westen, darunter Deutschland und Frankreich, fordert Russland auf, die Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen zu beenden, damit das Land Weizen wieder exportieren kann.
Ukraine: Sanktionen sind nicht die Ursache der Getreidekrise
Die Ukraine hat Russland entschieden widersprochen, dass westliche Strafmaßnahmen gegen Moskau der Grund für die derzeitige mangelnde Ernährungssicherheit in der Welt sind. „Sanktionen gegen Russland haben nichts mit der sich abzeichnenden globalen Nahrungsmittelkrise zu tun“, twitterte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba am Samstag.
„Der einzige Grund für die Knappheit, die steigenden Preise und die drohende Hungersnot ist, dass das russische Militär 22 Millionen Tonnen ukrainischer Lebensmittelexporte in unsere Seehäfen physisch blockiert“, sagte er, betonte Kuleba. Der Westen muss Russland unter Druck setzen, die Blockade zu beenden.
Ein Mitarbeiter des Welternährungsprogramms steht in einer Lagerhalle: Weltweit herrscht eine Nahrungsmittelkrise. (Quelle: Thomas Koehler / imago-images-bilder)
Putin macht die westliche Wirtschaftspolitik verantwortlich
Erst am Samstag sagte der russische Präsident Wladimir Putin in einem Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dass „eine schlechte Wirtschafts- und Finanzpolitik in den westlichen Ländern“ und „antirussische Sanktionen“ für die Probleme verantwortlich seien. . Nach Angaben der Bundesregierung beklagten Scholz und Macron während des Telefonats die angespannte Lage auf dem Weltlebensmittelmarkt.