Reul zu einem neuen Missbrauchsfall mit 70 Verdächtigen

Stand: 28.05.2022 | Lesezeit: 2 Minuten

Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten.

Quelle: Christian Charisius / dpa / Symbolbild

Im Zuge der Ermittlungen zu einem Missbrauchskomplex mit 70 Tatverdächtigen zeigte sich NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) schockiert. „Dies ist ein Verbrechen, das in Bezug auf Brutalität überhaupt nicht angeklagt werden kann. Die Datenberge sind so groß, dass man sie mit normaler Handarbeit nicht mehr bewältigen kann“, sagte Reul am Samstag dem WDR.

Die Kölner Polizei ermittelt gegen 70 Verdächtige, die zahlreiche Fotos und Videos von sexuell missbrauchten Babys und Kleinkindern besessen und ausgetauscht haben sollen. Ausgangspunkt sei ein Verfahren in Berlin, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Bei Ermittlungen in der Hauptstadt wurde ein Mann aus Wermelskirchen (Nordrhein-Westfalen) entdeckt, der Listen über mutmaßliche Pädophile geführt haben soll. Er soll selbst Kinder sexuell missbraucht haben und sitzt in Untersuchungshaft. In Deutschland wird in 14 Bundesländern gegen die Verdächtigen ermittelt. Neben Fotos und Videos sollen einige dieser Männer Kinder vergewaltigt haben.

Nähere Einzelheiten zu dem Fall wollen Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Montag auf einer Pressekonferenz bekanntgeben. In Nordrhein-Westfalen gab es in den vergangenen Jahren mehrere Tatkomplexe mit schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern. Dem Missbrauchsfall Lügde folgten Ermittlungen in den Komplexen Bergisch Gladbach und Münster.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *