Ryanair und Easyjet: Airline-Streiks verdunkeln den Sommer in Spanien

Ryanair und Easyjet verdunkeln den Sommer in Spanien

02.07.2022, 19:08

Die beiden Billigflieger Ryanair und Easyjet verlängern ihren Streik in Spanien. Den ganzen Juli über müssen Passagiere an den Flughäfen Madrid, Barcelona oder Mallorca mit Flugverspätungen oder -annullierungen rechnen. 15 Verbindungen sind heute bereits ausgefallen.

Inmitten der Hektik der Feiertage steigt die Streikwelle im Luftverkehr in Spaniens beliebtem Urlaubsland weiter an. Das Kabinenpersonal des irischen Billigfliegers Ryanair will im Juli für weitere zwölf Tage streiken, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Streiks waren laut den zuständigen spanischen Gewerkschaften USO und Sitcpla für die Tage zwischen dem 12. und 15. Juli, dem 18. und 21. Juli sowie dem 25. und 28. Juli geplant.

Zahlreiche Flughäfen sind von Ryanair-Streiks betroffen: neben Madrid, Barcelona und Mallorca auch Malaga, Sevilla, Alicante, Valencia, Girona, Ibiza und Santiago de Compostela. Das Ryanair-Kabinenpersonal streikte Ende Juni in Spanien sowie zwischen Donnerstag und Samstag. Die irische Fluggesellschaft „halte sich nicht an Gerichtsentscheidungen und das Gesetz und setze Angst, Nötigung und Drohungen gegen ihre Mitarbeiter ein“, sagten die USA. Die Arbeitsministerin Yolanda Díaz muss sprechen.

Auch die Kabinenbesatzung der Konkurrenzfluggesellschaft Easyjet hat zwischen Ende Juni und Ende Juli für insgesamt neun Tage die Arbeit in Spanien eingestellt – an diesem Wochenende (zwischen Freitag und Sonntag) sowie zwischen dem 15. und 17. zwischen dem 29. und 29. April und 31. Juli. Bei der britischen Fluggesellschaft fordert das Kabinenpersonal deutlich höhere Löhne und eine Begrenzung der Flugzeiten, wie es in anderen Ländern der Fall ist.

15 Flüge gestrichen

Am Samstag seien wegen der Streiks bis zum Nachmittag 15 Flüge in ganz Spanien gestrichen worden, zehn Ryanair-Verbindungen und fünf Easyjet-Verbindungen, teilte das Staatsfernsehen RTVE unter Berufung auf Behörden mit. Hinzu kamen etwa 200 Verspätungen. Auf Mallorca gab es bis zum Nachmittag keine Fehler.

Aufgrund der Einhaltung der vom spanischen Gesetzgeber geforderten sogenannten „Mindestleistungen“ während Streiks kann nur ein (häufig relativ kleiner) Teil der Flüge storniert werden. Im Fall der Ryanair-Streiks hat das Verkehrsministerium in Madrid beispielsweise entschieden, dass zwischen 73 Prozent (Alicante und Palma de Mallorca) und 82 Prozent (Ibiza) aller Linienflüge die Streiktage absolvieren müssen, je nach Flughafen.

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