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Der Australier fordert Stefanos Tsitsipas in der 3. Runde von Wimbledon heraus. Iga Swiatek peilt derweil Sieg Nummer 38 an.
Bildunterschrift: Welches Gesicht zeigt er gegen Tsitsipas? Nick Kyrgios besiegte den Griechen vor zweieinhalb Wochen in Halle. Keystone / AP / Steve Paston
Es ist kein Geheimnis, dass sich Nick Kyrgios oft zwischen Genie und Wahnsinn bewegt. In den beiden vorherigen Spielen in Wimbledon hat der Australier bereits die gesamte Bandbreite dieses Spektrums abgedeckt.
In seinem ersten Match gegen den britischen Wildcard-Inhaber Paul Jubb kritisierte er die Linienrichter, stritt sich mit dem Schiedsrichter und bespuckte einen Zuschauer, der ihn genervt hatte. Er entschied das Match schließlich nach über 3 Stunden in 5 Sätzen für sich.
In seinem Zweitrundenspiel gegen Filip Krajinovic stand er deutlich weniger auf dem Platz. Es dauerte nur 85 Minuten, um die Serben klar in 3 Sätzen zu schlagen. Beim Aufschlag gab er seinem Gegner nur 9 Punkte.
7 Jahre seit dem letzten Viertelfinale
Wenn Kyrgios am Samstag auch gegen Stefanos Tsitsipas eine solche Leistung abliefert, könnte es für den Griechen mehr als gefährlich werden. Tsitsipas hatte diese Erfahrung bereits beim Vorbereitungsturnier in Halle, als er gegen den Australier in 3 Sätzen verlor. Seine Bilanz gegen Kyrgios ist ohnehin negativ: Tsitsipas konnte nur 1 von 4 Duellen gewinnen.
Legende: In seinem ersten Spiel gegen Paul Jubb hält er mit den Zuschauern von Nick Kyrgios mit. Bilder imago / Shutterstock / Dave Shopland
Trotz seines unbestrittenen Talents hat Kyrgios noch keine großen Seile bei Grand-Slam-Turnieren gebrochen. Zweimal erreichte er das Viertelfinale, einmal in Wimbledon, einmal bei den Australian Open. Allerdings war das vor 8 oder 7 Jahren. Die Zeit für einen neuen Major-High-Flug wäre reif.
Wird Swiatek 38 Jahre alt?
Vor Kyrgios vor Gericht Nr. 1 fragt Tsitsipas, da ist die Nummer 1 der Frauen der Welt im Einsatz. Mit ihrem Einzug in die 3. Runde hat Iga Swiatek ihre beeindruckende Serie auf 37 Siege ausgebaut und damit einen Frauenrekord für dieses Jahrtausend aufgestellt. Eine so lange Serie hatte Martina Hingis zuletzt vor der Pole 1997.
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Du kannst die Spiele Swiatek – Cornet und Kyrgios – Tsitsipas am Samstag ab 17.10 Uhr live auf SRF Zwei und in der SRF Sport App verfolgen.
Bis zum absoluten Rekord ist Swiatek allerdings noch ein weiter Weg: 1984 war Martina Navratilova 74 Spiele in Folge ungeschlagen. Swiatek könnte bald die Männermarke knacken. In diesem Jahrtausend waren nur Novak Djokovic 2010/11 (43 Siege) und Roger Federer 2006/07 (41) besser. Doch zuerst muss er am Samstag die Französin Alizé Cornet besiegen.