Schwingen: Fünf besondere Geschichten zum ESAF-Wochenende

“Ich habe gesehen, wie alles mit ihm zitterte”

Fünf etwas andere Geschichten zum ESAF-Wochenende

Tränen, Schmerz, Pfanne und Spiegeleier. Das Eidgenössische Schwinger- und Alpifest war so facettenreich, dass es sich lohnt, auf die besonderen Geschichten des vergangenen Wochenendes zurückzublicken.

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Im 7. Gang verletzte sich der Schweizer Benjamin Gapany am rechten Bein. Der Traum von der Krone platzt plötzlich.

Nikolaus Abt

Klar: Joel Wicki ist der Hauptdarsteller im ESAF-Thriller vom vergangenen Wochenende. Der König überstrahlt alle. Aber: Auch einige Nebendarsteller haben mit lustigen, emotionalen und schmerzhaften Geschichten auf sich aufmerksam gemacht.

Tränen im Interviewbereich

Die Stimme beginnt zu zittern, die Augen werden rot und die erste Träne rollt über die Wange von Philipp Roth (27). Der Berner ist während des Interviews von Emotionen überwältigt. “Es ist unbeschreiblich, was in diesem Moment mit mir passiert.” Nach 2016 darf sich der 1,90-m-Riese über seine zweite Bundeskrone freuen. Aber eine Frage bleibt: Warum trägt er seit Jahren einen Strohhut? „Vor ein paar Jahren habe ich beim Oberländischen Schwingfest keinen Hut getragen. Dann kaufte ich diesen Strohhut in einem Geschäft. Seitdem ist es immer da.”

Tränen nach Krone: 1,90-m-Riese Roth ist so emotional glücklich (01:43)

Rösti und Spiegeleier im Auto

Wie stellen Sie sich ein echtes Schwinger-Frühstück vor? Vielleicht geht es in die Richtung: Obst, Müsli oder Vollkornbrot. Sinisha Lüscher (16) hält davon wenig. „Ich habe am Samstagmorgen im Auto ein Rösti mit zwei Spiegeleiern gegessen“, sagt der jüngste ESAF-Teilnehmer. Unkonventionelles Essen schien die Schweizer im Nordwesten zu begeistern.

Am ersten Tag täuschte er mit Alex Schuler sogar einen Konföderierten vor. Das Ergebnis war am Ende ein starker elfter Platz bei seinem ESAF-Debüt. „In ein paar Jahren will ich um den Königstitel kämpfen“, sagt Lüscher erfrischend selbstbewusst.

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Die besten Bilder des zweiten Tages | Christian Stucki an der Quelle.

Kranz-Drama und Eidgenosse Gapany

Es ist der Pechvogel des Sonntags. Benjamin Gapany (27) verletzte sich am rechten Bein, als er im 7. Gang gegen Domenic Schneider verlor. Die Südwestschweiz ist so stark betroffen, dass die Eidgenossen den Sägemehlring nicht mehr alleine lassen können. Kurz gesagt, es ist ein Krankenwagen, der ihn wegbringt. Trotz Pleite hätte er im letzten Rennen um eine weitere Bundeskrone kämpfen können. Immerhin verfolgte der 41-fache Kronensieger die Kronenübergabe auf Krücken in der Arena selbst. Eine Diagnose steht noch aus.

Ein letzter Auf- und Abstieg

Ist vorbei. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest ist das jüngste Kapitel in der langen Karriere des vierfachen Eidgenossen Michael Bless (36). „Es war wieder einmal eine Achterbahnfahrt“, sagt der Appenzeller nach dem erneuten Gewinn der Krone. Angesprochen auf seine Abschiedsparty sagt der Nordostschweizer mit einem Augenzwinkern: «Ich muss erstmal schauen, ob ich den Sonntagabend überlebe.»

Der ESAF-Abschlusslehrgang garantiert beste Quoten im Fernsehen

873.000 Zuschauer verfolgten am Sonntag den letzten Durchgang des Eidgenössischen Schwingfestes in Pratteln. Als Joel Wicki gegen Matthias Aeschbacher zum König gekrönt wurde, verzeichnete SRF einen durchschnittlichen Marktanteil von 77,1 Prozent. Sportangebote mit Live-Streams, Spielständen, Video-Highlights, Nachrichten und Hintergrundinformationen auf den Online-Plattformen von SRF erzielten am Wochenende 3,05 Millionen Aufrufe. (SDA)

873.000 Zuschauer verfolgten am Sonntag den letzten Durchgang des Eidgenössischen Schwingfestes in Pratteln. Als Joel Wicki gegen Matthias Aeschbacher zum König gekrönt wurde, verzeichnete SRF einen durchschnittlichen Marktanteil von 77,1 Prozent. Sportangebote mit Live-Streams, Spielständen, Video-Highlights, Nachrichten und Hintergrundinformationen auf den Online-Plattformen von SRF erzielten am Wochenende 3,05 Millionen Aufrufe. (SDA)

Der Sohn trocknet den Vater

«Bei den ersten beiden Gängen haben mir noch die Beine gezittert», sagt Thomas Burkhalter (19), der erstmals an einem Bundesanlass teilnehmen durfte. Rechts von ihm sitzt sein erfahrener Vater Stefan Burkhalter (48).

Vater und Sohn bei ESAF: Welcher Burkhalter war nervöser? (02:09)

Dem 111-fachen Sieger der Krone entging die Nervosität seines Sohnes nicht: „Ich habe gesehen, wie alles bei ihm wackelte.“ Nachdem die anfängliche Nervosität abgeklungen war, hat sich Thomas großartig gewehrt. Am Ende stand er außerhalb der Reihen der Krone, aber vor seinem reich dekorierten Vater.

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