Schwung: Michael Wiget gewinnt ESAF-Krone trotz gebrochener Rippe

„Der Schmerz war unerträglich“

Hotshot Wiget gewinnt ESAF-Krone trotz gebrochener Rippe!

Nicht einmal eine gebrochene Rippe kann Michael Wiget aufhalten. Der taffe Berner kämpft um seine zweite ESAF-Krone.

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Der schicksalhafte Kampf im 1. Gang. Michael Wiget bricht sich im Duell mit Nick Alpiger (oben) zwei Rippen.

Nikolaus Abt

Gäbe es einen Sonderpreis für den Kämpfer, der in der ESAF am meisten geholt hat, würde dieser definitiv an Michael Wiget (23) gehen. Der Berner Eidgenossen bricht sich im ersten Gang gegen Nick Alpiger zwei Rippen. “Der Schmerz war unerträglich.”

Ein Grund aufzuhören? Nicht für Wiget Hotshot! „Ich habe einige Spritzen bekommen, die die Schmerzen erträglicher gemacht haben“, sagt der amerikanische Fan, der sich an sehr schwierige Wochen und Monate erinnert.

Bei der letztjährigen Schwarzsee-Schwinget zog sich der 1,96-Meter-Riese einen Muskelriss im Oberschenkel zu. Als der Mittelländer ins Training zurückkehrte, folgte der nächste Rückschlag: Bei ihm wurde ein doppelter Außenbandriss im Fuß diagnostiziert. Wieder pausieren. Rückkehr zur Reha.

Mühsamer Gang zum Frühstücksbuffet

Vor wenigen Wochen feierte Wiget im Bönzingenberg sein Comeback im Wettkampf und kletterte ganz nach oben. Allerdings bezahlte er seinen Sieg mit einem Muskelfaserriss im Bizeps.

Die Verletzungsbilanz wächst und wächst. Letzten Mittwoch hatte er auch die Grippe. “Ich habe von Zeit zu Zeit mit dem Schicksal gerungen, aber ich gebe nicht auf.”

Trotz fehlender Wettbewerbspraxis wurde die Jurastudentin für das ESAF ausgewählt. “Manche Leute konnten das nicht verstehen, sie glaubten an einen Irrtum.” Neben seinem eisernen Willen waren es auch die Kritiker, die ihn davon überzeugten, trotz gebrochener Rippe weiterzumachen.

Obwohl sie am Sonntagmorgen kaum zum Frühstücksbuffet gehen konnte, quält sie sich weiter. Nach acht brutalen Gängen ist es endlich geschafft: Die ESAF-Krone ist mit trockenen Lumpen und Perücken komplett fertig. „Es ist ein unglaubliches Gefühl“, sagt sie mit Tränen in den Augen. Was meinen die Kritiker jetzt?

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