Auch CS-Aktien im freien Fall
SMI auf neuem Jahrestief und fällt weiter
Der Schweizer Aktienmarkt hat in den letzten Wochen an Boden verloren. Spekulationen über einen Anstieg der US-Zinsen und anhaltende Unsicherheit treiben die Aktienkurse weltweit an.
Gepostet: 21:03 Uhr
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Aktualisiert: vor 55 Minuten
Am Montag verlor der Schweizer Leitindex SMI 1,7 Prozent und markierte ein neues Jahrestief. Über die vergangenen vier Wochen summiert, ist der Index sogar um mehr als sieben Prozent gefallen. Mitschuld an den roten Zahlen an der Börse ist die Aktie der Credit Suisse – die Rolle der zweiten Schweizer Bank fiel auf 5,99 Franken! Kaffee am Paradeplatz kostet mehr.
Analysten hatten einen vorübergehenden Stopp des Börsencrashs vorhergesagt. Tatsächlich gewinnt der Schweizer Marktindex kurz nach Markteröffnung etwas an Boden, nur um kurz darauf wieder negativ zu werden.
Die Aktien der Credit Suisse fielen kurz vor Mittag um 1,8 Prozent und damit deutlich unter die Schwelle von 6 Franken.
Auch die US-Aktienmärkte fielen am Montag angesichts steigender Zinsen und der Rezession weiter. Die Marktteilnehmer befürchteten, dass die US-Notenbank die Zinsen aufgrund der unerwartet hohen Inflation in zwei Tagen weiter anheben könnte.
Die Tech-Giganten verlieren an Gewicht
Aktien von Technologieunternehmen gerieten an der Wall Street erneut unter Druck: Ihr Index Nasdaq 100 erreichte den niedrigsten Stand seit November 2020 und verlor schließlich 4,60 Prozent auf 11.288,32 Punkte.
Unter den ohnehin übertroffenen Technologiewerten stach Amazon am Montag mit einem Kursverlust von knapp fünfeinhalb Prozent negativ hervor. Laut einem Medienbericht hat der weltgrößte Online-Händler im Streit mit EU-Wettbewerbsbehörden angeboten, die Nutzung von Verkäuferdaten einzuschränken und die Sichtbarkeit von Konkurrenzprodukten auf der EU-Plattform zu verbessern.
Bitcoin-Börse steckt in der Krise
Tesla-Aktien verloren mehr als sieben Prozent, obwohl ein anderer großer US-Konzern, der Elektroautobauer, einen Aktiensplit ankündigte, um seine Aktien für Kleinanleger günstiger zu machen.
Noch schlimmer als Amazon und Tesla waren die Aktien von Kryptowährungsunternehmen, die ebenfalls bestraft wurden. Die Aktien der Kryptowährungs-Handelsplattform Coinbase brachen um fast 11,5 Prozent ein.
Nach schlechten US-Prognosen dominiert der Verkaufsdruck auch die asiatischen Märkte. Japans Leitindex, der Nikkei 225, ist derzeit um 1,6 % gefallen. (SDA / gif)