So entwickelt sich das Gehalt in Österreich

Führungskräfte und Fachfunktionen können mit einer Steigerung rechnen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Löhne in Österreich in diesem Jahr um 3,8 auf 6,9 Prozent gestiegen. Diese Ergebnisse stammen aus der aktuellen Vergütungsstudie der Personal- und Unternehmensberatung Kienbaum Wien.

Die individuelle Leistung bestimmt weiterhin die Lohnentwicklung

Die individuelle Leistung bleibt der häufigste Grund für eine Gehaltserhöhung. Lohnerhöhungen hängen oft auch von der Entwicklung des Unternehmens ab. Auch die Position des individuellen Gehalts im Markt zählt.

Für das Management beträgt die durchschnittliche Gehaltsentwicklung des Grundgehalts eine Steigerung von 6,3 Prozent. Den geringsten Zuwachs verzeichnete die Mannschaftsführung mit 4,5 Prozent. Das Management des Geschäftsbereichs verzeichnete eine durchschnittliche Steigerung von 5,2 Prozent. Die durchschnittliche Erhöhung der Grundgehälter im Zeitraum 2021-2022 lag bei Fachfunktionen mit 5,6 % etwas höher als bei Fachfunktionen (4,7 %). Das Junior-Level liegt mit einem Prozentsatz von 6,9 über dem Expert- und Senior-Level.

„Die Vergütungserhöhung von 2021 auf 2022 war recht großzügig, aber bei einer sehr moderaten Erhöhung von 2020 auf 2021 durchaus angemessen“, sagt Alfred Berger, Geschäftsführer von Kienbaum Wien.

Der Gewinn des Unternehmens als wichtigster Bestandteil bei der Bestimmung der variablen Vergütung

Während der variable Anteil an der Gesamtbarvergütung der Führungskräfte und Abteilungsleiter gegenüber dem Vorjahr gleich blieb, stieg der Anteil der Teamleiter und Spezialisten um 2 Prozent und der der Abteilungsleiter um 1 Prozent. Bei den Fachärzten sank der Anteil um zwei Prozent.

Der Anteil der oberen Führungspositionen, die einen Teil ihrer erfolgsabhängigen Vergütung erhalten, liegt weiterhin bei 97 Prozent. 90 Prozent der Führungskräfte auf Bereichsleitungsebene erhalten 21 Prozent ihres Gehalts als variable Komponente. In der Abteilungsleitung erhalten 85 % einen variablen Anteil von 18 %, während auf der Ebene des Betriebsmittelmanagements 78 % der Funktionen durchschnittlich 13 % des Gehalts als variablen Gehaltsbestandteil erhalten.

An dritter Stelle liegen wie im Vorjahr qualitative Benchmarks mit nur 18 Prozent, gefolgt von der Leistungsbeurteilung (14 Prozent) und anderen betriebsrelevanten Benchmarks (7 Prozent) als wichtige Bestandteile der variablen Vergütung. „Der Unternehmensgewinn bleibt mit 42 Prozent die wichtigste Kennzahl der variablen Vergütung. Der Wert hat sich seit 2018 nicht verändert“, ergänzt Alfred Berger. An zweiter Stelle liegen die Verkaufszahlen mit 20 Prozent.

Flexible Arbeitszeiten an der Spitze des Gewinns

Zusatzleistungen werden oft genutzt, um langjährige Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Anders als im Vorjahr (2021: -0,5 Prozent) sind die Ausgaben für Zusatzleistungen in diesem Jahr um 0,5 Prozent gestiegen. 95 % der Unternehmen bieten flexible Arbeitszeiten als Benefit an, gefolgt von flexiblen Jobs (91 %). Zudem fahren fast alle wichtigen Entscheidungsträger einen Firmenwagen. Das Budget dafür beträgt 62.000 Euro. Auf den anderen Führungsebenen liegt das Budget für die Anschaffung von Dienstwagen zwischen 27.000 und 49.000 Euro. Für Fachfunktionen hat sich das Budget von 30.000 Euro gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. (ca.)

www.kienbaum.com

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