In der Hoffnung, im Osten Absatzmärkte zu finden, eröffnete der Zughersteller zur Freude von Machthaber Alexander Lukaschenko ein Werk in der Nähe von Minsk. Aber die Seite hat nie ihre Ziele erreicht. Die neuen Sanktionen ließen ihn ein für alle Mal außen vor. Die Geschichte eines Plans und wie er scheiterte.
Da ist nicht viel zu tun: Stadler kann künftig nur noch Karosserien im Werk Minsk schweißen (Foto 2014).
Tatiana Zenkovich / EPA
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ist nicht leicht zufrieden zu stellen und mag keine Verbindlichkeit. Sonst hätte er sein Land nicht fast zwanzig Jahre lang mit eiserner Faust regiert, Wahlen manipuliert und Oppositionelle festgenommen. Aber Peter Spuhler hat es geschafft, Lukaschenko zu gefallen. Nicht nur bei den Zügen von Stadler Rail, die der Minsker Herrscher Wunderzüge und “Mercedes auf Schienen” nannte. Aber auch mit dem, was der Stadler Rail-Skipper gemacht hat.