Star Nati sagt: Rot im Viertelfinale der MS: Schiedsrichter räumt Freuler Fehler ein Das war’s

Gepostet am 31. Mai 2022, 11:57 Uhr

Im Viertelfinale der letztjährigen EM schickte Schiedsrichter Michael Oliver den Schweizer Remo Freuler nach einem Foul vom Platz. Inzwischen hat der Engländer dem Nati-Star persönlich einen Fehler eingeräumt.

Hier wurde Remo Freuler bei der EM mit einer Roten Karte vom Platz gestellt.

SRF

Es ist der bitterste Moment in der Nationalmannschaftskarriere von Remo Freuler. Im Viertelfinale der EM trat der 30-Jährige gegen den spanischen Stürmer Gerard Moreno zu spät an und wurde von Schiedsrichter Michael Oliver mit der Roten Karte in die Kabine geschickt. Die zahlenmäßig überwundene Schweiz kämpft noch im Elfmeterschießen, scheidet dann aber aus dem EM-Turnier aus.

Ein Jahr später, am 9. Juni, sieht der Völkerbund in Genf die Spanier wieder. Hat Freuler noch eine Rechnung zu bezahlen? «Nein, ich bin fertig», sagte der Mittelfeldspieler während des Nati-Camps in Bad Ragaz. “Aber für mich ist die Rote Karte noch zu hart.”

Oliver sprach mit Freuler über die Szene

Auch Michael Oliver soll das jetzt so sehen, wie Freuler sagt. Anfang April traf Freuler im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League bei Atalanta Bergamo auf RB Leipzig und den englischen Schiedsrichter, der ihn aus der EM schickte.

„Er kam nach dem Spiel zu mir und fragte mich, ob ich mich an die Szene erinnere“, sagt Freuler. Nach der EM hätten die Schiedsrichter alle Spiele analysiert. „Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass so ein Foul in der Gruppenphase Rot war. Aber in einem so wichtigen Spiel wie einem Viertelfinale der EM sollte es Gelb sein“, sagte der Nati-Star.

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Im Viertelfinale der Europameisterschaft gegen Spanien wurde Schiedsrichter Michael Oliver in der 77. Minute die Rote Karte gezeigt.

Claudio Home / freshfocus

In der Folge scheitert die Auswahl im Elfmeterschießen und das Halbfinale der EM ist verloren.

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„Wir wollen in Liga A bleiben“, sagt Remo Freuler zu den anstehenden League-of-Nations-Spielen.

frischen Fokus

„Tschechien ist auf Augenhöhe“

Doch bevor sie in Spanien wieder aufeinandertreffen, warten noch zwei schwere Auswärtsspiele auf sie. Erst in Prag gegen Tschechien, dann in Lissabon gegen Portugal. „Es tut uns auf jeden Fall gut, in der A-Liga gegen so starke Konkurrenten spielen zu können“, sagt Freuler. “Unser Ziel ist es, in dieser Liga zu bleiben.”

Dafür muss die Schweiz vor allem die Tschechen hinter sich lassen, doch Freuler warnt vor dem Viertelfinale der EM: „Das Spiel am Donnerstag wird ein Duell auf Augenhöhe, die Details werden entscheiden.“ Die Nati hätte in den nächsten vier Spielen der Nations League keine Zeit, vieles auszuprobieren.

Neuer Vertrag bei Atalanta

Auf Vereinsebene blickt Freuler auf eine durchwachsene Halbzeit zurück. Nach der erfolgreichsten Hinrunde der Vereinsgeschichte saß Atalanta Bergamo im neuen Jahr in der Falle. Am Ende war nur der achte Platz zu sehen, „eine Enttäuschung“, wie auch Freuler zugibt.

„Nächste Saison wollen wir wieder vorne angreifen“, sagte der Mittelfeldspieler, der erst vor wenigen Tagen seinen Vertrag in der Lombardei bis 2025 verlängert hatte. „Das Ziel sind die ersten vier oder sechs Plätze.“ Der Wechsel in eine andere Liga sei für ihn also derzeit kein Problem, sagt Freuler. “Wenn ich mich in Bergamo nicht wohlgefühlt hätte, hätte ich meinen Vertrag nicht verlängert.”

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