Stardirigent Soltesz stirbt während einer Aufführung im Münchner Nationaltheater

Er galt als einer der großen Führer der klassischen Musik und leitete Orchester auf der ganzen Welt. Stefan Soltesz ist im Alter von 73 Jahren auf tragische Weise gestorben.

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Der Dirigent Stefan Soltesz brach während einer Aufführung im Münchner Nationaltheater zusammen und starb später. Mit Entsetzen und großer Trauer gibt die Bayerische Staatsoper den Tod des 73-Jährigen bekannt, sagte ein Sprecher. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend, als Soltesz die Strauss-Oper „Die schweigende Frau“ dirigierte.

Zeugen hatten den tragischen Vorfall bereits auf Twitter gemeldet. „Fünf Minuten vor Ende des ersten Akts ist jemand in den Orchestergraben gefallen, und ich glaube, es war der Dirigent Stefan Soltesz. Die Aufführung wurde vorerst unterbrochen“, schilderte ein Opernbesucher und fügte wenig später hinzu: „Regisseur Stefan Soltesz wurde ins Krankenhaus gebracht, die weitere Aufführung von ‚Die schweigende Frau‘ wurde natürlich abgesagt. ”

„Wir verlieren einen begnadeten Regisseur“

Im Krankenhaus konnte nur noch der Tod des Musikers festgestellt werden. Was genau zum Einsturz geführt hat, ist noch nicht bekannt. „Die Nachricht macht mich zutiefst traurig. Wir verlieren einen begnadeten Dirigenten. Ich verliere einen guten Freund. Meine Gedanken sind bei seiner Frau Michaela“, drückte Serge Dorny, Intendant der Bayerischen Staatsoper, seine Trauer in den sozialen Medien aus.

Die Nachricht vom Zusammenbruch und Tod von Stefan Soltesz hat mich zutiefst betrübt. Wir verlieren einen begnadeten Regisseur. Ich verliere einen guten Freund. Meine Gedanken sind bei seiner Frau Michaela. #RIP pic.twitter.com/CbQVBh3jgf – Serge Dorny (@DornySerge) 22. Juli 2022

Der in Ungarn geborene Soltesz studierte Dirigieren, Komposition und Klavier an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Nach Stationen als Dirigent in Wien und Graz und als musikalischer Assistent von Karl Böhm, Christoph von Dohnányi und Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen war er Intendant der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin und Generalmusikdirektor in Braunschweig. Staatstheater.

Von 1992 bis 1997 war er Chefdirigent der Flämischen Oper in Antwerpen/Gent, von 1997 bis 2013 Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker und künstlerischer Leiter des Aalto-Musiktheaters, wie die Bayerische Staatsoper mitteilte. Außerdem wurden viele Gastregisseure hinzugefügt. Seine Einspielung von Alban Bergs „Lulu“-Suite und Hans Werner Henzes „Appassionatamente plus“ mit den Essener Philharmonikern wurde für einen Grammy und einen ICMA nominiert.

((dpa,jdo,t-online))

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