Steigende Preise: Die deutsche Inflationsrate ist im Mai auf 7,9 Prozent gestiegen

Die Wirtschaft erhöht die Preise

Die deutsche Inflationsrate stieg im Mai auf 7,9 Prozent

Stand: 14:58 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

“Einzahlungsrabatt könnte die Preise vorerst senken”

Die hohe Inflation lässt die Reallöhne sinken, und zwar erheblich. Die Inflationsrate ist in Hessen höher als im Vorjahresmonat. Dietmar Deffner von der WELT-Wirtschaftsredaktion spricht darüber, wie das Hilfspaket funktionieren könnte.

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Die Inflationsrate in Deutschland hat das Niveau der 1970er-Jahre erreicht: Im Mai stiegen die Preise laut einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes um durchschnittlich 7,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Gründe dafür sind steigende Energie- und Lebensmittelpreise.

Die Inflation in Deutschland beschleunigte sich im Mai aufgrund steigender Energie- und Lebensmittelpreise unerwartet. Waren und Dienstleistungen kosten durchschnittlich 7,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mit. Ähnlich hoch war die Inflationsrate letztmals im Winter 1973/1974, als infolge der ersten Ölkrise auch die Mineralölpreise stark anstiegen.

Im April lag die Inflationsrate noch bei 7,4 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte rechneten im Mai nur mit 7,6 Prozent.

„Seit Kriegsbeginn in der Ukraine sind insbesondere die Energiepreise stark gestiegen und haben einen erheblichen Einfluss auf die hohe Inflationsrate“, so die Statistiker. Die Energiepreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 38,3 Prozent. Auch die Lebensmittelpreise stiegen überdurchschnittlich um 11,1 Prozent. Hinzu kommen Lieferengpässe durch wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Lieferketten, die viele Produkte zusätzlich verteuern.

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Experten gehen davon aus, dass der Inflationsdruck vorerst sehr hoch bleiben wird. „Bei Waren, die von Lieferengpässen betroffen sind, und bei Lebensmitteln wird es wohl noch etwas Druck geben, bevor sich die Lage ab Herbst entspannt“, sagte Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. „Aber der Tankrabatt und andere Eingriffe sollen dafür sorgen, dass die Inflationsrate in Deutschland in den kommenden Monaten nicht weiter ansteigt.“

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Die Bundesregierung verzichtet in den nächsten drei Monaten auf rund drei Milliarden Euro an Steuern, um die Preise für Benzin und Diesel von Juni bis Ende August zu senken. Rein rechnerisch bedeutet das 29,55 Cent weniger beim Benziner und 14,04 Cent weniger beim Diesel.

Auch das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV könnte kurzfristig entlasten. „Die nächsten drei Monate mit Steuervergünstigungen für Sprit und billigerem Nahverkehr sind keine wirkliche Verbesserung, sondern ein Beispiel für ein Steueraktivismus-Handbuch“, sagte LBBW-Ökonom Jens-Oliver Niklasch. “Erleichterung wird es erst geben, wenn die hohen Energiepreise aufhören, aber im Moment sieht es nicht danach aus.”

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