Steinhart will kronenbedingte Risse in der Medizin reparieren

Als eines seiner ersten Ziele formulierte Steinhart: „Die Risse, die in letzter Zeit in der Ärzteschaft aufgetreten sind, müssen geschlossen werden.“ Damit ist die im Zuge der Corona-Pandemie eingetretene Polarisierung innerhalb der Ärzteschaft gemeint. Nicht zuletzt konnten die der Impfung kritisch gegenüberstehenden MFG-Vertreter bei den jüngsten Kammerwahlen beachtliche Erfolge erzielen. In Wien beispielsweise gelang es ihnen, sechs von 90 Sitzen zu gewinnen.

Steinhart kündigte im KURIER die Einrichtung eines Gremiums von Kronexperten in der Kammer an, um die interne Diskussion zum Thema auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Wer zu dieser Gruppe gehören wird, will er allerdings noch nicht verraten.

Seit 2012 ist Steinhart, ehemals Leiter des Wiener Krankenhauses „Göttlicher Heiland“, Vizepräsident der ÖÄK und Vorsitzender der etablierten Ärztekurie. Sie fordert unter anderem die Vereinheitlichung der Leistungen für Kolleginnen und Kollegen mit Krankenkassenvertrag. „Im 21. Jahrhundert kann es nicht sein, dass die Straßenseite, an der ich wohne, über meine medizinische Versorgung entscheidet. Seit fast zwei Jahren erarbeiten wir einen vollständigen und einheitlichen Leistungskatalog“, betont er.

Er fordert unter anderem den Abbau der Bürokratie der Krankenhausärzte.

Auch andere Ämter wurden im Präsidium besetzt: Harald Schlögel, Leiter der niederösterreichischen Kammer, wurde erster Vizepräsident, der Tiroler Edgar Wutscher wurde höchster Repräsentant der niederösterreichischen Ärzte. Präsident der Bundeskurie der angestellten Ärzte bleibt Harald Mayer aus Oberösterreich.

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