Aktualisiert am 6. August 2022 | 05:41
Lesezeit: 2 Minuten
Lage am Nachmittag in Gerlos im Zillertal
Foto: APA/ZOOM TIROL
Die teils starken Unwetter haben am Freitagnachmittag erneut für Erdrutsche und Überschwemmungen in Tirol, Salzburg und Kärnten gesorgt. In den Tälern Obersulzbach, Untersalzbach, Habach und Hollersbach im Oberpinzgau wurden die Wege von etwa 230 Menschen in Berghütten und Gasthöfen unterbrochen. Aber alle waren in Sicherheit, es gab telefonischen Kontakt. Einsatzkräfte arbeiteten am Freitagabend daran, alle Straßenverbindungen wieder freizugeben.
Medienberichten zufolge traten in Gerlos im Zillertal mehrere Bäche über die Ufer und verursachten Straßenüberschwemmungen. Es gab Einschränkungen. Außerdem wurden einige Keller überflutet. Im Sellraintal (Kreis Innsbruck-Land) blockierte eine Mure eine Straße bei St. Siegmund.
Zwischen mehreren Häusern in Gerlos haben sich nach Angaben der Feuerwehr Trümmer angesammelt. Feuerwehrleute aus den umliegenden Gemeinden wurden zur Hilfe gerufen. Verletzt wurde nach Angaben der Pressestelle der APA-Polizei niemand. In der Gemeinde Rangen war der Rettenbach wegen starker Regenfälle übergelaufen, sodass es auch zu einer Schlammlawine kam, teilte die Polizei mit. Die Reinigungsarbeiten wurden von der Feuerwehr Ranggen durchgeführt, Personen und Fahrzeuge wurden nicht verletzt.
Auch in Kärnten gab es Unwetter mit Starkregen und Hagel. In den Ortschaften Paternion und Feistritz an der Drau (Bezirk Villach) konnte laut Polizeibericht der Boden auf landwirtschaftlich genutzten Hanglagen die Niederschläge nicht mehr aufnehmen. Dadurch wurde die Drautal Straße (B 100) auf rund 200 Metern komplett überflutet. Ein Baum wurde ebenfalls entwurzelt und zerstörte auch die Straße. Der betreffende Abschnitt der B 100 wurde für den gesamten Verkehr gesperrt. Es wurden örtliche Umleitungen eingerichtet. Nach den Reinigungsarbeiten wurde die Drautalstraße um 19:40 Uhr wieder freigegeben.