Laut dem Direktor von Seco
Wenn China Taiwan angreift, wird die Schweiz wahrscheinlich EU-Sanktionen übernehmen
Sollte China in Taiwan einmarschieren, würde die Schweiz wohl die entsprechenden EU-Sanktionen verhängen. Diese Meinung vertritt die Direktorin von Noch-Seco, Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch.
Für den Fall, dass China in Taiwan einmarschiert, würde die Schweiz wohl die entsprechenden EU-Sanktionen übernehmen. Diese Meinung äußerte die Direktorin von Noch-Seco, Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch (61), am Samstag gegenüber der «NZZ».
Er gehe fest davon aus, dass die Sanktionen erledigt würden, sagte der Ende Juli zurückgetretene Chef des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Allerdings würden die Sanktionen viel drastischer ausfallen, weil die Wirtschaftsbeziehungen der Schweiz zu China viel wichtiger sind als die zu Russland.
Die Spannungen zwischen China und den USA spitzen sich zu
Erwarten Sie also viel größere Diskussionen über mögliche Sanktionen in der EU sowie in den USA und der Schweiz. Allerdings rechnet sie nicht damit, dass es soweit kommt. Die internationalen Spannungen um Taiwan verschärfen sich derzeit aufgrund einer möglichen Taiwanreise der Sprecherin des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten, Nancy Pelosi (82).
Nach Angaben chinesischer Behörden wurden Teile des Meeres in der Provinz Fujian nördlich der Taiwanstraße für ein Manöver gesperrt, bei dem scharfe Munition eingesetzt werden sollte.
Peking betrachtet das freie Taiwan als Teil der Volksrepublik und versucht mit allen Mitteln, es international zu isolieren. Seit der russischen Invasion in der Ukraine sind Eroberungsängste gewachsen.
(SDA)