Tennis: Zwei Radprofis greifen Weihnachten an

„Dafür wurden wir gesperrt“

Radprofis greifen Weihnachten an

Der eine macht es ironisch, der andere ohne Zweifel: Die beiden französischen Radprofis Thibaut Pinot (32, Groupama-FDJ) und Guillaume Martin (28, Cofidis) stören sich an Rafael Nadal.

Gepostet: vor 49 Minuten

Rafael Nadal, ein 14-facher Gewinner der French Open, ist ein Held in Frankreich. Nicht so bei den Radprofis Thibaut Pinot und Guillaume Martin. Grund sind Injektionen, mit denen der spanische Tennisstar den verletzten Fuß betäubt.

“Helden von heute”, schrieb Pinot ironisch unter einen Weihnachts-Tweet über die Anzahl der verwendeten Spritzen. Als Mitglied der „Movement for Credible Cycling“ setzt er sich für einen dopingfreien Radsport ein, der über die Regeln des Weltverbandes UCI hinausgeht. Pinot hat zuvor ethische Bedenken in Bezug auf Schmerzmittel geäußert.

Und sein Teamkollege Guillaume Martin findet in „L’Équipe“: „Was Weihnachten gebracht hat, wäre im Radsport unmöglich“. Tatsächlich sind im Radsport im Gegensatz zum Tennis seit 2011 Injektionen jeglicher Art verboten. “Wenn Sie krank oder verletzt sind, gehen Sie nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob dies Ihrer Weihnachtsgesundheit helfen wird.”

„Ein Radprofi wird sofort gesperrt“

Martin, Gesamtachter der Tour de France 2021 und Buchautor, prangert die Ungleichbehandlung an: „Wenn das ein Radprofi macht, wird er sofort gesperrt. Und selbst wenn er es nicht tut, nennen ihn alle einen Trottel. Einfach, weil dieses Klischee mit unserem Sport verbunden ist.“ „Und der Sieger der Tour wird systematisch des Dopings angeklagt, was auch immer er tut.“

Bei aller persönlichen Kritik: Juristisch können die beiden Radprofis Nadal nichts vorwerfen. (cmu)

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