The Last Worker – Nintendo Switch-Vorschau

Wir schreiben das Jahr 2022, die Welt wird enger vernetzt, sie erscheint viel kleiner als vor hundert Jahren, und sie rückt immer näher. Die globalen Machtverhältnisse geraten immer unausgewogener zugunsten einzelner Unternehmen und Konzerne zu Lasten einzelner Menschen. So oder so ähnlich setzt sich The Last Worker, geschrieben von Regisseur Jörg Tittel, mit dem modernen Kapitalismus auseinander, verpackt in eine Hülle aus trockenem Humor. Wie die Beschreibung vermuten lässt, handelt es sich bei dem Titel um ein narratives Einzelspieler-Abenteuer. Auf der gamescom hatten wir nicht nur die Gelegenheit, in die Rolle des letzten Arbeiters Kurt zu schlüpfen, sondern auch mit Jörg nach dem ihm nahestehenden Projekt zu sprechen. Herz Finden Sie in dieser Vorschau heraus, was wir später in diesem Jahr von The Last Worker erwarten können.


Als Kurt verbringst du die meiste Zeit im Kaufhaus der Firma Jüngle.

© Produktion per Kabel

Nun, das Spiel findet natürlich nicht im Jahr 2022 statt, es spielt tatsächlich in einer realistischen Zukunft. Du übernimmst die Kontrolle über Kurt, den letzten Arbeiter in einer vollautomatischen Fabrik des Riesenkonzerns Jüngle, der sehr an die uns bekannten Großkonzerne erinnert. Eines Tages wollen auswärtige Aktivisten auffallen und Kontakt zu Kurt aufnehmen. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich von innen heraus eine Rebellion, als Kurt von der eher dunklen Seite des Kaufhauses erfährt und Sabotageakte einleitet, um den Jüngle zumindest kurzzeitig lahmzulegen. Dieses Kaufhaus ist so groß wie die versunkene Stadt Manhattan und macht deutlich, wie viel Einfluss Jüngle auf die moderne Welt hat. The Last Worker präsentiert euch drei verschiedene Enden, die laut Jörg alle „die Perspektive, die Story total verändert“ haben und Wiederspielwert garantieren sollen. Während das Spiel keine RPG-Elemente oder emotionalen Dilemmata mit Wahlmöglichkeiten in Packstation hat, sind alle Enden auf ihre eigene Weise einzigartig und positiv.

Die spielbare Demo bestand aus zwei Tutorial-Levels, die uns in das Spiel einführen sollten. Als Kurt haben wir mit einer Maschine angefangen, die kleine Pakete von A nach B bewegen kann, was ein bisschen an Half-Lifes Gravity Gun erinnert. Als wir unserem kleinen schwebenden Roboter-Helfer folgten, der uns gelegentlich witzige Bemerkungen zuwarf, kamen wir an meterhohen Regalen vorbei, die mit einzelnen Paketen gefüllt waren und einen Röhrengang bildeten. Alles wirkte sehr eng und ließ wenig Raum für Freiheit. Schon früh wurde das beklemmende Gefühl von The Last Worker suggeriert, das die Geschichte untermauern soll. Auf der zweiten Ebene fielen wir in eine verstohlenere Rolle, da wir die gruseligen Sicherheitsroboter nicht sehen durften, während wir uns bewegten. Mit der von uns als Kurt gesteuerten Maschine konnten wir natürlich horizontal, aber auch vertikal durch das Lager gehen, was uns im Gegensatz zu den sonst sehr engen Gängen etwas Luft zum Atmen ließ. Im Laufe des Spiels werden Sie mehr Werkzeuge sammeln; zunächst natürlich von der Firma Jüngle, später aber von den Aktivisten, die draußen arbeiten. Dann erstellen sie ein Spiel, das aus Management und ein bisschen Arcade besteht. Jörg und sein Team haben sich vorgenommen, ein Spiel zu entwickeln, das sich auch so anfühlt: Spieler sollen in The Last Worker nach dem eigenen Arbeitstag nicht das Gefühl haben, in ihrer Freizeit zu arbeiten.


In der Demo hatten wir nur ein Tool zur Hand.

© Produktion per Kabel

The Last Worker stammt aus der Schmiede von Wolf & Wood, einem achtköpfigen Team mit Sitz in Newcastle, England. Der neunte im Bunde ist Jörg Tittel, der aus London unterstützt. Bekannt für ihre Arbeit in der virtuellen Realität, Pioniere, wie Jörg sie nennt, produzierten Wolf & Wood The Last Worker von Grund auf für die Oculus Quest. Das hatte einen Grund: Auch wenn die Oculus Quest den derzeit schwächsten Mobilchip hat, soll die Version auch auf der Nintendo Switch funktionieren und genauso wunderbar aussehen wie in VR.

Nach unserer Vorschausitzung können wir die Erwartungen des Studios bestätigen: Die Charaktere und die Welt von The Last Worker sehen mit dem Cel-Shading-Look sowohl auf dem PC als auch auf der Nintendo Switch großartig aus, und das Spiel läuft ohne Probleme Auditiv wird The Last Worker von dezenten Tönen unterstützt, die das Gefühl der Beklemmung zusätzlich verstärken. Geschrieben wurden diese von Oliver Kraus, der beispielsweise schon mit Adele und Florence + the Machine gearbeitet hat.

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