17.42 Uhr: Bahn-Chef „schockiert“
Bahn-Chef Richard Lutz ist von dem Zugunglück betroffen. „Die Eisenbahnerfamilie und ich sind schockiert über das schreckliche Zugunglück“, sagte Lutz. “Unsere Gedanken sind bei den Opfern, Verletzten und ihren Angehörigen.”
17.21 Uhr: Bischof Bedford-Strohm ist besorgt
Der bayerische Bischof Heinrich Bedford-Strohm hat mit großer Bestürzung auf das schwere Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen reagiert. Denke jetzt erst einmal an die Toten, die Verwundeten und ihre Familien, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (EPD) auf Anfrage.
16:56: Passagierbergung abgeschlossen
Laut Polizei ist die Bergung der Fahrgäste nach dem Zugunglück abgeschlossen. „Soweit wir sehen können, wurden alle aus dem Zug gerettet“, sagte ein Polizeisprecher. Zweifellos würden die Retter nach ihren Wünschen nach den entgleisten Waggons suchen. „Die Arbeit in einem solchen Bereich ist nicht ohne Risiken“, sagte er.
Demnach wurden bei dem Zugunglück am Freitagnachmittag etwa 30 Menschen verletzt, 15 von ihnen schwer. Diese Informationen können sich über Nacht ändern, wenn Krankenhausberichte über den Zustand der Patienten eingehen.
Aufgrund der Rettungsaktion nach dem Zugunglück blieb die Bahnstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und München sowie die parallel verlaufende Bundesstraße 2 gesperrt. Auf den Straßen der Region kam es zu langen Staus. Straßen- und Bundesstraßensperrungen könnten „bis zum Wochenende andauern“, sagte ein Polizeisprecher.
16.50 Uhr: Bürgermeister: „Es war schrecklich“
Garmisch-Partenkirchens Oberbürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU) dankte den Rettern für den reibungslosen Ablauf der Hilfe und insbesondere den Soldaten der Mittenwalder Bundeswehr, die sie getroffen und von ihren Erlebnissen erzählt hatte. „Es ist schrecklich“, sagte er. Allerdings tröstet sie, wie mit dem Unfall umgegangen wird und zum Beispiel Minister sofort zur Stelle sind.
16.35 Uhr: Herrmann bei der Arbeit; die Toten haben sich noch nicht erholt
Joachim Herrmann (CSU) sagte der Seite, alle seien innerhalb einer Stunde aus dem Zug gerettet worden. Rund 15 Bundeswehrsoldaten im Zug sollen geholfen haben. Eine Person wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. „Im Moment gehen wir davon aus, dass mindestens drei Menschen unter dem Waggon gestorben sind“, sagte Herrmann. Solange der Waggon noch nicht angehoben ist, sind keine Todesfälle mehr auszuschließen. Nun geht es den Rettern vor allem darum, das Auto anzuheben, damit die Opfer gerettet werden können. Der Innenminister sprach von 16 meist Verletzten, die in Krankenhäuser gebracht worden seien. Die Einsatzkräfte gehen laut Herrmann auch davon aus, dass kein Dritter, etwa der Beißer, verletzt wurde.
Anton Speer (Freier Wähler), Landrat Garmisch-Partenkirchen, sagte am Unfallort: „Der Schock sitzt noch tief.“ Das Wichtigste ist jetzt, dass die Toten geborgen werden können. Im Klinikum Garmisch-Partenkirchen werden derzeit drei Notoperationen durchgeführt, bis zu 28 Schwerverletzte werden nach Angaben des Klinikums behandelt.