Laut Statistik Austria hat Heimtiernahrung im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zehn Prozent zugelegt. Das bringt immer mehr Menschen, die ein Haustier haben, in eine prekäre Situation. Viele können sich das Essen nicht mehr leisten.
Tierhalter müssen die Tiere abgeben
Der drastische Preisanstieg in allen Lebensbereichen verschärft die Situation für viele. „Fast jeder kann in einer schwierigen finanziellen Situation sein. Das sollte aber kein Grund sein, sein Haustier abgeben zu müssen“, betonte KPÖ Graz Tierschutzsprecherin Daniela Katzensteiner bei einer Pressekonferenz am Dienstag.
Laut Katzensteiner sind die Menschen jedoch gezwungen, ihre Haustiere abzugeben, weil sie sich das Futter nicht mehr leisten können. „Haustiere sind wichtige Begleiter des Menschen und für viele unverzichtbare Orientierungspunkte. Gerade für Menschen mit geringem Einkommen spielen sie aufgrund fehlender Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe eine wichtige Rolle“, so Katzensteiner.
Volkshauskater Lenny als Namensgeber der Initiative
„Weil es uns wichtig war, Menschen in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen bei den Kosten ihrer Haustiere zu unterstützen und kostenlose Tiernahrung anzubieten, haben wir den Lennymarkt als Verein gegründet“, erklärt Katzensteiner. Sie zielt darauf ab, dass sich die Menschen trotz geringer finanzieller Mittel angemessen um ihre Haustiere kümmern und schützt die Tiere vor dem Verlust des familiären Zuhauses und am Ende im Tierheim. „Ein Sieg für Mensch und Tier“, sagt Katzensteiner.
Julia Prassl Volkshauskater Lenny ist der Pate des Grazer Tierverbandes
Die Initiative ist überparteilich. Namenspate war Volkshauskater Lenny. „Wie Larry in der Dowingstreet 10 bereichert die vor drei Jahren aus dem Tierheim geholte Katze nicht nur den Arbeitsalltag der Mitarbeiter des Volkshauses in der Lagergasse 98a und hat viele Follower auf Instagram und Facebook, sondern spendet auch fragenden Besuchern Trost zur Beratung im Volkshaus“, sagte Katzensteiner.
Der Ehrenamtsverein bittet um Spenden
Als Anschubfinanzierung stellte der KPÖ-Gemeinderatsverein 3.000 Euro zur Verfügung: „Um das wichtige Angebot als überparteiliche Initiative fortführen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns sowohl über die Sachspenden als auch über die Überweisungen.“ Hände, die helfen.“ mit Verteilung sind immer willkommen“, sagt Katzensteiner. Die Arbeit aller Beteiligten ist ehrenamtlich. Geldspenden kommen zu 100 Prozent einem guten Zweck zu. Die Sendung findet im Volkshaus in der Lagergasse 98a statt. Los geht es am Samstag, 16. Juli von 9:00 bis 12:00 Uhr. Weitere Termine werden bekannt gegeben.