Tom Hanks als Elvis-Manager

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Neben viel Glamour und Gesellschaftskritik kommt an der Croisette in Cannes auch Popmusik auf die Bühne. „Elvis“ wird von Baz Luhrmann zu neuem Leben erweckt.

27. Mai 2022, 11:36 Uhr

Im Mittelpunkt des Films steht der noch junge Elvis „Presley“, der von Colonel Tom Parker entdeckt wird. Tom Hanks verkörpert diesen berüchtigten Manager der amerikanischen Show und schmückt das Filmfestival mit seiner Präsenz.

Acht Jahre sind vergangen, seit der kanadische Filmemacher und Verfechter des Körperterrors David Cronenberg mit seiner Satire „Hollywood Maps to the Stars“ die Leinwand erzittern ließ. Mit seinem neuen Science-Fiction-Drama „Crimes of the Future“ zeigt Cronenberg, dass er auch mit 79 nicht verlernt hat, das Kino zu provozieren.

2017 erhielt der schwedische Regisseur Ruben Östlund für seinen Film „The Square“ die Goldene Palme in Cannes. Nicht weniger wichtig dafür war sein neuer Film „Triangle of Sadness“, mit Spannung erwartet. Der amerikanische Schauspieler Woody Harrelson spielte in dem Film mit und moderierte ihn.

Woody Harrelson

WAS / AFP / CHRISTOPHE SIMON

„Armageddon Time“ des amerikanischen Regisseurs James Gray verbindet die Autobiografie mit einem Porträt der Zeit.

WAS / AFP / STEFANO RELLANDINI

Der russische Regisseur Kirill Serebrennikov präsentierte seinen Film „Tchaikovskys Frau“, der die unglückliche Ehe des Komponisten thematisiert. Bei seinem Auftritt an der Croisette stellte sich Serebrennikov, der lange in Moskau unter Hausarrest stand, auch Fragen zum Ukrainekrieg. Serebrennikov verteidigte, dass er zur Finanzierung seiner Filme Geld von der Kinoprime-Stiftung des russischen Oligarchen Roman Abramovich erhalten habe: „Abramovich unterstützt seit vielen Jahren das russische Kino, und das sind keine Filme im Dienste der russischen Propaganda, sondern hauptsächlich Filme aus Sogar Wolodymyr Selenskyj forderte Jo Biden auf, keine Sanktionen gegen Abramovich zu verhängen.

APA/AFP/PIERRE ALBOUY

21 Spielfilme konkurrieren in diesem Jahr im Wettbewerb um die Goldene Palme bei den Filmfestspielen von Cannes. Der französische Schauspieler Vincent Lindon ist der Vorsitzende der Jury des diesjährigen Wettbewerbs, der aus neun Personen besteht.

Die Pandemie hat die Weltbühne der Filmfestivals in den letzten zwei Jahren wirklich getroffen. Zahlreiche Verschiebungen, oft nur eine begrenzte Filmauswahl, oft sowieso nur Online-Events. Auch die Filmfestspiele von Cannes litten darunter, aber letztes Jahr gab es eine Ausgabe im Juli statt im Mai.

„Aber das Kino ist keineswegs tot, alles wird immer wieder erneuert“, sagt Thierry Fremaux, Direktor der Filmfestspiele von Cannes. Laut Fremaux gab es im vergangenen Jahr 20.000 Akkreditierungen aus der Filmbranche und der Presse, die Hälfte davon waren vor der Pandemie üblich. Aber mit bisher 35.000 Akkreditierungen in diesem Jahr wäre es auf dem besten Weg zur Normalität.

Cronenbergs Körperhorror

Die großen Namen zeitgenössischer Regisseure sind in Cannes immer Teil der Norm, weshalb der diesjährige Wettbewerb neue Filme von Ruben Östlund, den Brüdern Dardenne, Claire Denis, Kelly Reichardt und Park Chan-wook präsentieren wird.

Mit dabei ist auch der Kanadier David Cronenberg, der mit seinem Sci-Fi-Drama „Crimes of the Future“ sein Lieblingsspielzeug, den Körperterror, reaktiviert. In Zukunft werden Menschen durch körperliche und geistige Eingriffe neue Fähigkeiten erwerben.

Auch der Russe Kirill Serebrennikow, der seit vielen Jahren Opfer der russischen Regimetyrannei ist, kann seinen neuen Film „Tchaikovskys Frau“ zeigen. Allerdings hatte Festivaldirektor Fremaux aufgrund des Ukrainekriegs bereits im Vorfeld russische offizielle Delegationen ausgeschlossen.

“Top Gun: Maverick” – Nach dem Erfolg von “Top Gun” wollte das Studio in den 80er Jahren eine Fortsetzung machen, aber Tom Cruise sagte, er sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit.

FOTOS IM ÜBERBLICK

Berühmt auf dem roten Teppich

Normal in Cannes? Das bedeutet auch jede Menge Promis auf dem roten Teppich, wo diesmal unter anderem Tom Cruise mit seiner Fortsetzung der Show „Top Gun“ landet.

Außerdem in der Lieblingssendung der Fotografen: Tilda Swinton, Anne Hathaway, Kristen Stewart, Viggo Mortensen und Tom Hanks, letzterer als Musikmanager für Baz Luhrmanns Elvis-Biopic.

Österreich ist dieses Jahr mit dem Film „Corsage“ in der Nebenserie „Un Certain Regard“ an der Croisette vertreten. Regisseurin Marie Kreutzer zeigt eine andere Kaiserin Elisabeth, eine Sissi mit allzu menschlichen Sorgen und Problemen wie Essstörungen, depressiven Verstimmungen und Krampfanfällen.

Kurzfristiger Titelwechsel

Eröffnet wird das Festival mit der Zombie-Komödie „Coupez! – Final Cut“ des Franzosen Michel Hazanavicius. Der Film hieß ursprünglich „Z-wie Zett“, aber da dieser Buchstabe als Propagandasymbol im Ukrainekrieg verwendet wurde, beschloss Hazanavicius bald, den Titel zu ändern.

Service

Cannes – 17.-28. Mai 2022

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