Trinkwasser in stark verschmutzten Gemeinden durch Stürme und Hitze

In Herzogenbuchsee BE und Schmitten FR war das Trinkwasser «mikrobiell belastet». Grund könnten die starken Regenfälle der vergangenen Woche sein.

Gießen Sie Wasser in ein Glas. -dpa

Ankündigungen

das Wesentliche zusammengefasst

  • Fälle von kontaminiertem Trinkwasser nehmen in der Schweiz derzeit zu.
  • Grund könnten die starken Regenfälle der vergangenen Woche gewesen sein.
  • Wenn Sie Trinkwasser konsumieren möchten, müssen Sie es abkochen oder in einem Geschäft kaufen.

Die Stürme der letzten Tage haben nicht nur Überschwemmungen und massive Wetterschäden verursacht. Auch das Trinkwasser war betroffen.

Aktuell warnt das Schweizerische Warnmeldesystem die Gemeinden Schmitten FR und Herzogenbuchsee BE davor, Trinkwasser zu trinken. Vor dem Verzehr sollte es gekocht werden.

In Herzogenbuchsee wurde eine Kontamination durch E. coli-Bakterien und Enterokokken festgestellt. Für Schmitten FR ist nur die Rede von „mikrobieller Kontamination“.

Doch wie kann es bei Starkregen zu verunreinigtem Trinkwasser kommen? Ein Sprecher der EWK Münchenbuchsee sagt gegenüber Nau.ch: «Wir klären derzeit den genauen Hergang ab.» Eine Vermischung von Abwasser und Trinkwasser ist jedoch unwahrscheinlich.

Sind Sie in Herzogenbuchsee BE und Schmitten FR von Trinkwasserverschmutzung betroffen?

86%

Nein zum Glück nicht.

1

Nein zum Glück nicht.

14%

Ja, ich koche jetzt mein Wasser vor dem Trinken ab oder kaufe es im Laden.

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Ja, ich koche jetzt mein Wasser vor dem Trinken ab oder kaufe es im Laden.

Fest steht: „Bei normalen Niederschlägen wirkt die Bodenschicht wie ein zuverlässiger Filter.“ Kommen jedoch große Mengen Wasser ins Spiel, funktioniert dieser Mechanismus nicht richtig.

„Daher kommt die Verschmutzung eher von einem Wasserlauf, der sie trägt, obwohl sie bei diesen starken Regenfällen überläuft.“ Große Flächen werden jetzt mit Chlor gereinigt.

In der Gemeinde Herzogenbuchsee BE wurde unter anderem das Bakterium E. Coli im Trinkwasser nachgewiesen. Die Verschmutzung kann von einem überlaufenden Wasserlauf ausgehen. (Symbolbild) Große Flächen werden heute mit Chlor gereinigt. (Symbolfoto)

Auch in der Gemeinde Schmitten FR werden Wasserreinigungsarbeiten durchgeführt. Bürgermeister Hubert Schäfer: „Wir wissen im Moment nichts.“ Klar ist nur, dass unmittelbar nach den Anweisungen des Food Safety Office Sofortmaßnahmen ergriffen wurden. Ob die Verschmutzung wirklich mit den Unwettern der letzten Tage zusammenhängt, ist noch unklar.

Die Hitze begünstigt die Verunreinigung des Trinkwassers

Stürme können das Trinkwasser grundsätzlich auf verschiedene Weise verunreinigen, erklärt Wolf Dietrich Hardt, Mikrobiologe an der ETH Zürich. Zum Beispiel die Überlastung von Kläranlagen oder die Überflutung der Kanalisation.

„Bakterien aus Abwässern können in Flüsse oder andere Gewässer gelangen, aus denen Trinkwasser gewonnen wird.“ Aber auch ein Rohrbruch kann zu einer Vermischung von Abwasser und Trinkwasser führen.

Hinzu kommt der meteorologische Aspekt: ​​„Unter bestimmten Bedingungen kann eine steigende Wassertemperatur das Bakterienwachstum fördern.“

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