Eine Oettinger-Box – wiederverwendbar Bild: dpa
Oettinger braut seit 1991 Bier in Thüringen. Bis Ende des Jahres soll damit aufgrund der Entwicklung des Biermarktes Schluss sein. Ministerpräsident Ramelow vermutet jedoch andere Motive und teilt dies auf Twitter mit.
Die schwäbische Brauerei Oettinger schließt ihren Standort im thüringischen Gotha Ende 2022. Das baden-württembergische Unternehmen Oettingen gab am Mittwoch bekannt, dass Teile der Produktionskapazitäten und -anlagen an die anderen drei Standorte der Brauereigruppe in Deutschland verlagert werden. Die Brauerei reagiere auf die “negative Absatzentwicklung im Biermarkt in den letzten Jahren und stelle sich für die Zukunft neu auf”.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nannte den Twitter-Kurzbotschaftenprozess einen „unglaublichen Skandal“. Gotha ist ein gut geführtes Unternehmen mit mehr als 220 tariflich vergüteten Arbeitsplätzen. Basierend auf Mehrwegangeboten arbeitet die Brauerei Gotha wirtschaftlich und schreibt schwarze Zahlen. „Jetzt wollen sie mit Einweg mehr Rendite erwirtschaften. Es zerstört das Unternehmen und auch die Umwelt“.
1991 übernahm Oettinger die Gothaer Brauerei, die zu DDR-Zeiten ein Staatsbetrieb war. Zum 30. Jahrestag der Übernahme gab das Unternehmen bekannt, dass mehr als 100 Millionen Euro in Standort, Technologie und Logistik investiert wurden. So entstand die modernste und größte Brauerei Thüringens mit einer Jahresproduktion von rund 1,4 Millionen Hektoliter.
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