Stand: 11.07.2022 11:20 Uhr
Dem Ansturm durch die Grundsteuerreform wird das Steuerportal Elster nicht gerecht. Die Verwaltung arbeitet an einer Lösung, kann aber noch nicht sagen, wie lange die Probleme andauern werden.
Seit Anfang des Monats mussten Millionen von Hausbesitzern Eigentumsansprüche geltend machen. Dadurch ist das Steuerportal Elster überlastet. „Aufgrund des großen Interesses an Formularen zur Grundsteuerreform kommt es derzeit zu Verfügbarkeitseinschränkungen“, heißt es auf der Website vom Wochenende.
Auch der Zugriff über die ElsterSmart-App ist bis auf Weiteres nicht möglich, wenn diese und Elster auf unterschiedlichen Geräten genutzt werden. Am Wochenende seien es mehr als 100.000 gleichzeitige Zugriffe gewesen, teilte das für Elster zuständige bayerische Landesfinanzamt auf Anfrage mit. “An einer Lösung der technischen Schwierigkeiten wird mit Hochdruck gearbeitet.” Für die Übermittlung von Steuererklärungen mit einer Buchhaltungssoftware, die eine Elster-Schnittstelle nutzt, bestehen keine Einschränkungen.
Wann die sogenannte Grundsteuerabrechnung erneut eingereicht werden kann, war bis Montagnachmittag nicht klar.
Ekel bei den Usern
Zahlreiche Mitwirkende äußerten sich unzufrieden mit den technischen Problemen in den sozialen Medien. Manche bezogen das aktuelle Problem auf den viel kritisierten Digitalisierungsgrad in der Verwaltung.
Hauseigentümer, Wohnungs- und Grundstückseigentümer in Deutschland müssen bis zum 31.10.2022 beim zuständigen Finanzamt eine Erklärung abgeben, in der sie Angaben zu ihrer Immobilie ab dem 01.01.2022 machen. Dies soll über das ebenfalls nutzbare Elster-Portal erfolgen Einkommensteuererklärungen abgeben.
Die abgefragten Daten umfassen die Anzahl der Stockwerke, das Baujahr, die Wohnfläche und den Richtwert des Grundstücks. Je nach Bundesland sind unterschiedliche Angaben erforderlich, da die Bundesländer unterschiedliche Berechnungsmodelle verwenden. Auf Basis dieser Daten wird die neue Grundsteuer berechnet, die erstmals 2025 erhoben wird.