Vertriebene aus der Ukraine erhalten Familienbeihilfen

Flüchtlinge in der Ukraine sollten auch Anspruch auf Familienleistungen und damit verbundene Sozialleistungen in Österreich haben. Nach monatelangen Verhandlungen hat die türkis-grüne Koalition nun eine Lösung gefunden. Laut einer Sendung vom Freitag wird es die Gesetzeslücke schließen und allen Vertriebenen in der Ukraine vollen Zugang zu Familienleistungen gewähren.

Schließung der Rechtslücke

Seit Kriegsbeginn wurden in Österreich rund 79.000 ukrainische Vertriebene registriert, überwiegend Frauen und Kinder. Sie unterlägen in allen EU-Staaten einer eigenen Rechtsordnung, weshalb sie aufgrund eines Rechtsverstoßes keine Familienleistungen in Österreich beziehen konnten, erklärte das Familienministerium in der Sendung. Dies wird nun behoben. Die Regelung gilt rückwirkend ab März und wird an diesem Freitag dem Nationalrat vorgelegt.

Es seien “hauptsächlich Mütter und ihre Kinder, die fliehen und in Österreich Schutz finden müssen”, sagte Familienministerin Susanne Raab (ÖVP). “Um unseren Nachbarn zu helfen, sind wir besonders aufgerufen, Europa zu unterstützen. Die Wahrnehmung von Familienleistungen ist ein notwendiger und wichtiger Schritt.” „Für Familien, die aus diesem grausamen Krieg vertrieben wurden, ist dieser Service eine wichtige zusätzliche Unterstützung, um die notwendigen Ausgaben bestreiten zu können“, sagte Sozialminister Johannes Rauch (Grüne). Es sei “ein weiteres Zeichen der Solidarität”.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *