Was sind die Symptome von Nesselsucht?

Von Olivia Dittrich | 20. Juni 2022 um 8:03 Uhr

Die Urtikaria (Nesselsucht) ist eine allergische Körperreaktion, bei der Betroffene plötzlich starke Rötungen, Nierenversagen und Juckreiz verspüren. Hautsymptome können akut oder chronisch sein und durch verschiedene Reize ausgelöst werden.

Wenn plötzlich rote und geschwollene Stellen auftauchen, die fast unerträglich stechen, erleben Patienten zunächst einen wahren Schock. Besonders Juckreiz treibt viele Menschen in den Wahnsinn und lässt sie mehrmals täglich unter die kalte Dusche springen. Diese Körperreaktionen können Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sein. Was sind die Symptome von Nesselsucht und was genau löst die Hautsymptome aus?

Was sind die Symptome von Nesselsucht?

Nesselsucht oder Nesselsucht äußern sich durch charakteristische Symptome wie:

  • Juckender Ausschlag, der sich wie ein Nesselkontakt anfühlt, wodurch Sie das Gefühl haben, Bereiche zu reiben oder zu quetschen
  • Entwicklung eines oder mehrerer Angioödeme, bei denen es sich um eine Schwellung wie ein Polster auf der Haut des Gewebes handelt, wo sich Flüssigkeit unter den Geweben des Gesichts, der Hände, der Füße oder um den Kehlkopf oder die Schleimhäute ansammelt, was auch eine Schwellung der Zunge verursachen kann. .
  • Rote Urtikaria und Juckreiz, der oft nach ein paar Stunden verschwindet

Seltener tritt ein Angioödem auf, ohne dass es von Walzen oder Juckreiz begleitet wird. Plötzliche Urtikaria-Symptome können ein Hinweis auf eine Anaphylaxie sein. Ein allergischer Schock, der sich wiederum durch schwere Symptome wie Kreislaufschwäche bis hin zum Kollaps, Übelkeit und Durchfall, Atemnot, Herzrasen und Angstzuständen äußert.1,2.

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Akute und chronische Urtikaria

Eine spontane akute Urtikaria wird zum Beispiel durch einen Infekt oder Schmerzmittel ausgelöst. Die charakteristischen Symptome kommen aus dem Nichts, bleiben einige Stunden oder Tage bestehen und verschwinden nach maximal sechs Wochen vollständig. Der genaue Auslöser für die allergische Reaktion ist oft unklar, da sich eine Abklärung nach Abklingen der Symptome nicht mehr lohnt.

Die Symptome der spontanen chronischen Urtikaria hingegen halten länger als sechs Wochen an oder wiederholen sich in Schüben (chronisch-rezidivierende Urtikaria). Es gibt auch physikalische Urtikaria, die sich auf Nesselsucht bezieht, die durch physikalische oder mechanische Reize ausgelöst wird. Das bedeutet durch Hitze, Kälte oder Reibung, z.B. B. wegen der zerrissenen Kleidung.

Wie kommt es zu Hautreaktionen?

Urtikaria tritt auf, wenn bestimmte Auslöser Mastzellen stimulieren. Sie sind körpereigene Zellen, die zu den Leukozyten gehören und helfen, Krankheitserreger zu bekämpfen. Werden sie aktiviert, senden sie entzündungsfördernde Botenstoffe, insbesondere Histamin, an das umliegende Gewebe. Der Botenstoff erweitert die Blutgefäße und macht sie dadurch wasserdurchlässiger. Dadurch wird die Haut rot und schwillt an. Außerdem binden Botenstoffe an Nervenfasern, weshalb auch Stellen zu jucken beginnen. Angioödeme können auch durch Histamin in tieferen Geweben ausgelöst werden.3,4

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Was sind mögliche Ursachen und Risikofaktoren?

Mögliche Reize, die Mastzellen aktivieren können, können sein:

  • Infektionen durch bestimmte Viren, wie das Rotationsvirus oder die Erkältung
  • Bakterien wie Streptokokken
  • Lebensmittel wie Kuhmilch oder eine bestimmte Frucht
  • Insektenstiche wie Bienen- oder Mückenstiche
  • Pollen und Tierhaare
  • bestimmte Medikamente, wie Rheuma
  • Kälte, Hitze
  • Reibung

Auch eine Autoimmunreaktion durch die Bildung von Immunglobulin E (IgE)-Antikörpern, die Mastzellen aktivieren, kann eine mögliche Ursache für Nesselsucht sein. Einige Krankheiten, wie zum Beispiel eine Entzündung der Gallenblase, können das Risiko für Nesselsucht ebenfalls erhöhen.

Wie diagnostiziert man Nesselsucht?

Bei einem Arztbesuch schaut sich der behandelnde Arzt zunächst die Hautreizung an und erhebt eine ausführliche Anamnese. Ein Arzt fragt, wann genau die Symptome aufgetreten sind, wie lange sie schon bestehen und vor allem, welche möglichen Reize dahinter stecken könnten. Wenn die Hautreaktionen deutlich sind, wird ein Arzt normalerweise schnell Nesselsucht diagnostizieren.

Bei einer akuten Urtikaria, die zum Beispiel durch die Einnahme eines bestimmten Medikaments ausgelöst wurde, wird nach Abklingen der Beschwerden nicht weiter behandelt und es empfiehlt sich lediglich, den Auslöser zu meiden, sofern bekannt. Bei der chronischen Urtikaria gilt es zunächst, die Ursachen zu erforschen, denn nur so kann die chronische Urtikaria effektiv behandelt werden.

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Was ist eine mögliche Behandlung?

Je nachdem, wie lange die Beschwerden schon bestehen und welche Auslöser dahinter stecken, werden unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen gewählt. Das ultimative Ziel ist es, asymptomatisch zu sein. In der Regel werden zuerst die Symptome behandelt und dann nach der Ursache gesucht. Bei einer akuten Urtikaria ist dies oft nicht nötig, da die Hautreaktionen manchmal so schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind.

Bei sehr schweren Symptomen kann ein Arzt ein Antihistaminikum der zweiten Generation verschreiben, das helfen kann, Hautreaktionen zu lindern. Wenn dies nicht hilft, kann die Dosis erhöht oder ein Medikament zur Stärkung des körpereigenen Immunsystems empfohlen werden. Erfrischende und erfrischende Cremes und Anästhetika helfen gegen lokale akute Hautausschläge. Diese Maßnahmen sollten jedoch nur in Absprache mit einem Apotheker oder behandelnden Arzt getroffen werden.5,6

Quellen

  • 1. gesund.bund.de. Urtikaria. (abgerufen am 14.06.2022)
  • 2. Universitätsspital Zürich. Urtikaria. (abgerufen am 14.06.2022)
  • 3. Verband der American Academy of Dermatology. Nesselsucht. (Meldung vom 14.06.2022)
  • 4. Bienenstock Netzwerk eV Formen von Bienenstöcken. (abgerufen am 14.06.2022)
  • 5. NHSinform. Nesselsucht (Urtikaria). (abgerufen am 14.06.2022)
  • 6. Informationen über Nesselsucht. Ursachen. (abgerufen am 14.06.2022)

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