Wetter in den Alpen: 30.000 Haushalte ohne Strom

Panorama der Schlechtwetterfront

Sturm und Hagel in den Alpen: 30.000 Haushalte ohne Strom

Stand: 11:34 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Im Allgäu blockierten Hagelstürme die Straße

Quelle: dpa / Davor Knappmeyer

Zu Pfingsten sah es in einigen Teilen Bayerns wegen einer Schlechtwetterfront nach Winter aus: Große Hagelkörner bedeckten Felder und Straßen. Der Sturm verursachte auch Probleme in Österreich und der Schweiz, und eine Frau starb bei einem Erdrutsch in Frankreich.

Schwere Stürme in den Alpen haben in der Region Überschwemmungen und Sturmschäden verursacht. Die Schlechtwetterfront zog bis Montagnacht von West nach Ost durch die Schweiz und Österreich. Im Salzburger Land sind auf der Tauernautobahn mehrere Bäume umgestürzt, berichtete der österreichische Sender ORF online.

Die Reinigungsarbeiten wurden durch die großen Verschiebungen erschwert. Außerdem mussten zwei Tunnel auf dieser Strecke wegen Stromausfällen gesperrt werden. Die Feuerwehr meldete Hunderte von Einsätzen. Winde wehten durch die Dächer und überschwemmten Straßen und Keller. In Oberösterreich waren bis zu 30.000 Haushalte ohne Strom.

Aus Österreich wurden zunächst keine Verletzten gemeldet; Dagegen drei Fälle der Schweiz im Kanton Wallis wegen Unwettern. Zwei Personen wurden von einem umherfliegenden Zelt getroffen, teilte die Kantonspolizei mit. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 132 Stundenkilometern, Hagel und Starkregen kam es auch in der Schweiz zu Gebäudeschäden.

Es wurden Radlader eingesetzt

Quelle: dpa / Davor Knappmeyer

In Deutschland sind schwere Hagelschauer in Bayern niedergegangen, bestätigte die Polizei. Während des Sturms waren Feuerwehr und Polizei in mehr als 50 Einsätzen im Einsatz, die meisten fanden zwischen 15 und 16 Uhr statt.

In der Umgebung von Lindau sah es aus, als hätte es geschneit: die Straßen waren weiß. Unter anderem wurde ein Radlader zum Entfernen von Hagelkörnern eingesetzt. Laut Polizei entstand zunächst kein Sachschaden.

Weiler im Allgäu sah im Hagel fast wie Winter aus

Quelle: dpa / Davor Knappmeyer

In Biessenhofen steckte ein Auto in einer überfüllten Unterführung fest, teilte die Polizei mit. Die Insassen wurden von der Feuerwehr unverletzt befreit. In Immenstadt blieben die Gondeln der Mittagbahn wegen des Unwetters stehen. Auch hier wurden vier Personen freigelassen.

Auch in Frankreich gab es starke Stürme. Eine Frau wurde getötet und 15 weitere verletzt. Wie der französische Innenminister Gerald Darmanin am Sonntag mitteilte, wurde die Frau im nordfranzösischen Rouen von einer Schlammlawine mitgerissen und ertrank, weil sie unter einem Auto eingeklemmt war.

Auch im französischen Vensat fielen große Hagelkörner

Quelle: dpa / Thierry Zoccolan

Ein Großteil Frankreichs wurde am Samstag von heftigen Regenfällen und Stürmen heimgesucht. Die Hagelkörner – manche größer als Golfbälle – richteten in den Departements Landes und Gers im Südwesten des Landes erhebliche Schäden an.

Allein im Gers sind zwischen 4.000 und 5.000 Hektar Rebfläche und Zehntausende Hektar Ackerbau betroffen. Etwa 50.000 Blitzeinschläge und etwa 15.000 Haushalte wurden von der Stromversorgung abgeschnitten.

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