Wietersdorfer kämpft für Klimaneutralität

Das Geschäft läuft gut, vor allem außerhalb Europas. Neben den Hauptmärkten Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien wird bereits rund ein Fünftel des Umsatzes außerhalb Europas erwirtschaftet. Wietersdorfer-Geschäftsführer Michael Junghans sagte, dass sie in Europa, Österreich und Deutschland jeweils 25 Prozent des Umsatzes ausmachen, gefolgt von Slowenien und Italien, die zusammen 25 Prozent des Umsatzes ausmachen. Mit 15 Prozent des Umsatzes ist man in den USA und mit zwei Prozent in Afrika vertreten.

ORF-Michael Junghans

Afrika ist laut Junghans ein wichtiger Zukunftsmarkt. Neben dem Bau von Wasserleitungen ist Wietersdorfer auch am Bau von Entsalzungsanlagen beteiligt. Für dieses Jahr rechnet Hannes Gailer, der zweite Vorstandsvorsitzende der Wietersdorfer, mit weiterem Wachstum. Bei den Mitarbeitern gebe es einen leichten Aufwärtstrend. In den letzten Jahren ist sie trotz fortschreitender Digitalisierung und Automatisierung um etwa sechs Prozent gestiegen. In Österreich sind derzeit 678 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Energieeffizienz muss gesteigert werden

Die Gruppe beschäftigt derzeit mehr als 2.900 Mitarbeiter in 22 Ländern, fast ein Viertel davon in Österreich. Nachhaltigkeit wird in den kommenden Jahren das Hauptaugenmerk sein. Langfristig wolle das Konzert klimaneutral werden, sagt Junghans: „Im vergangenen Jahr haben wir zwischen 25 und 26 Millionen Euro in die grüne Transformation investiert. Das werden in den nächsten Jahren eine halbe Million im zweistelligen Bereich sein.“

Wir haben uns schon vor Jahren klar zur Kreislaufwirtschaft bekannt. Das Potenzial wird in eigenen Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen gesehen. Dies ist die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen, bei denen Energie eingespart werden kann, um sich deutlich vom Wettbewerb abzuheben.

Notwendiger Gas-Notfallplan für Industrieunternehmen

Der Krieg in der Ukraine hat sich noch nicht auf die Produktion in Wietersdorfer ausgewirkt. Laut Management ist die Nachfrage hoch. Steigende Inflation, Lieferengpässe, aber vor allem ein Einfrieren der Gaslieferungen hätten Folgen, sagt Junghans: „Wir konnten uns in den letzten Jahren etwas unabhängiger von russischem Gas machen, zum Beispiel als wir es auch geschafft haben, uns zu halten den gasunabhängigen Betrieb des Ofens.” Am Standort Peggau bestehen diese Abhängigkeiten jedoch nach wie vor und das Gas an diesem Standort kann nach derzeitigem Stand nicht ersetzt werden.

Laut Junghans gibt es in der Branche keinen Gas-Notfallplan mit klaren Vorgaben, welche Bereiche in Betrieb gehalten werden sollen.

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