Xiaomi Watch S1 Active im Test: smart mit Eigenleben

Für Sportfans ist die Xiaomi Watch S1 Active ein guter Einstieg in die Welt der Fitnessuhren. Aber manchmal hat es ein Eigenleben.

Keine Sorge, in Sachen Hardware bietet Xiaomi mit der Smartwatch S1 Active ein tolles Gerät. Die Verarbeitung ist hervorragend, die Bedienung einfach, die Einrichtung einfach und die Sensorgenauigkeit gut. Was die Software angeht, fiel im Test allerdings so etwas wie ein „Geist auf der Maschine“ auf. Von Zeit zu Zeit aktiviert die Uhr Funktionen, die sie nicht aktivieren oder in Kombination mit Ihrem Smartphone ein Eigenleben entwickeln sollte. Es sind keine dramatischen Vorfälle, aber sie sind durchaus spürbar. Übrigens könnten die Updates die Probleme wahrscheinlich so schnell wie möglich beheben.

Aber das Erste ist das Erste. Die Xiaomi Watch S1 Active ist in den klassischen Farben Dunkelblau, Schwarz und Weiß für 179 Euro erhältlich. Per Bluetooth lässt sie sich mit Android- und iOS-Smartphones koppeln, und vieles mehr ist eine Standard-Smartwatch, von 46 mm Durchmesser über 1,43 Zoll (466 x 466 Pixel AMOLED-HD-Display) , 60 Hz) bis hin zum wasserabweisenden Silikonarmband und schwitzen. . Dies kann für alle gängigen Uhrenarmbänder der richtigen Größe geändert werden. Zudem ist die Uhr wasserdicht (5 ATM) und somit zum Schwimmen geeignet.

Unglaublich leichte und dünne Smartwatch

Auf der anderen Seite fallen zwei Dinge auf, wenn man die Uhr gleich zu Beginn anlegt: Mit einer Tiefe von nur elf Millimetern ist die Xiaomi Watch S1 Active sehr flach und mit nur 36 Gramm unglaublich leicht. Nach einer Weile ist es am Handgelenk kaum noch zu spüren. Das geringe Gewicht ist wohl auf die Verwendung von Kunststoff zurückzuführen, sogar der Bildschirm wird durch ein Kunststoffglas geschützt. Klingt ziemlich billig, ist in der Praxis aber gut verarbeitet und trotz der deutlichen Unterschiede zu schicken Metall- und Glasuhren ist das Produkt kaum anfällig für Kratzer und Co.

Der gute Eindruck setzt sich fort, wenn man die Uhr benutzt. Sie hängt schnell am Smartphone, die Navigation des Menüs mit kleinen Reitern ist übersichtlich (obwohl einige Symbole deutlicher auf die hinterlegten Funktionen hätten verweisen sollen) und selbst nach minutenlangem Spielen ist der Akkuwert der Uhr fast nicht niedrig. Einige dieser Stärken sollten jedoch später im Test relativiert werden. Aber eines bleibt solide: Der Bildschirm hat eine gute Helligkeit und passt sich den Gegebenheiten der Umgebung an, wenn man sich in der Sonne aufhält, hat man alle Informationen klar im Blick.

Elegante Uhr mit sportlicher Exzellenz

Die Rückseite der Uhr zeigt, dass man es nicht unbedingt mit einem Premium-Gerät zu tun hat – wie oft bei günstigeren Geräten wird die Uhr mit einem Kabel auf einer Ladestation mit Stiften aufgeladen. Bei teureren Uhren hingegen gibt es meist eine stiftlose Ladeschale und die Möglichkeit, diese kabellos aufzuladen. Der Gesamteindruck der Uhr ist jedoch sportlich, wertig und stylisch, und an der Verarbeitung sollte man wirklich nicht meckern. Xiaomi bietet auch recht schöne Zifferblätter an, mit denen sich die Smartwatch von klassisch bis sportlich und ausgeflippt individualisieren lässt.

Auch sportliche Aktivitäten zeichnet die Smartwatch hervorragend auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern ist GPS in wenigen Augenblicken aufgezeichnet, die Aufzeichnung dokumentiert selbst kleinste Kurven der aktuellen Strecken sehr genau und bietet auf der App-Karte fast keine „quadratischen“ Routen. Gleiches gilt für den Puls, der Daten von professionellen Aufnahmegeräten ähnelt. Apropos App: Alle Daten zu Sport, Schlaf, Stress und Herzfrequenz lassen sich auf der Uhr ablesen, aber in der neuen „My Fitness“-App gibt es noch mehr Details. Fitnessdaten können in andere Dienste exportiert werden.

Gibt es einen “Geist auf der Maschine”?

Nach langem Probieren zeigte sich jedoch schnell das Eigenleben der Uhr. So war es ziemlich kniffelig, dass eine permanente automatische Benachrichtigung und ein Info-Symbol, dass die Uhr mit dem Smartphone verbunden ist, vom Handy-Display verschwindet und selbst dann wieder von selbst auftaucht. Manchmal zeigte das Smartphone auch an, dass die Uhr nicht angeschlossen war, obwohl die App und die Uhr etwas anderes sagten. Und manche Fitnessaktivitäten konnten erst mit ein paar Minuten Verspätung in der App aufgerufen werden, manche tauchten gar nicht auf.

Ein „Geist auf der Maschine“? Die Auffälligkeiten taten dem guten Gesamteindruck der Uhr zwar keinen Abbruch, wurden im Test aber immer wieder festgestellt. Zwei Software-Updates während des Testzeitraums haben einige dieser Mängel jedoch sofort behoben: Die Uhr kehrt jetzt zum Startbildschirm zurück, wenn sich der Bildschirm im Standby befindet, anstatt einfach in dem oben genannten Menü oder der berührten Anwendung zu bleiben. Was allerdings immer noch nicht ganz zuverlässig funktioniert: Der Bildschirm wird nicht immer mit einer Bewegung des Handgelenks aktiviert, sondern manchmal, wenn er auf dem Tisch liegt.

Funktionen werden zur Laufzeit verbraucht

Was den Akku mit einer Kapazität von 470 mAh betrifft, ist der Druck doppelt. Werksseitig ist die Laufzeit stark, die Uhr läuft zehn Tage und mehr ohne Probleme. Wenn Sie nach den Einstellungen suchen, können Sie schnell erkennen, warum. Standardmäßig sind viele Funktionen deaktiviert oder eingeschränkt, wie z. B. der ständig eingeschaltete Bildschirm, die kontinuierliche Herzfrequenzmessung, die Sauerstoffsättigungsmessung oder der Bildschirm-Standby für den Schlafmodus. Wenn Sie alles einschalten, die Bildschirmhelligkeit erhöhen und die Auto-Off-Zeiten erhöhen, wird es etwas kleiner.

Die smarte Uhr hält vier bis fünf Tage, und wenn Sie fleißig trainieren, werden es zwei bis drei Tage. Allerdings lädt sich die Smartwatch relativ schnell auf: Eine vollständige Ladung ist in weniger als zwei Stunden abgeschlossen. I: Es gibt andere Funktionen, die statt aktiviert werden können. Wer also nicht so sportlich unterwegs ist und seine Uhr als reine „Uhr“ nutzen möchte, kann sie sogar bis zu drei Wochen laufen lassen. Das Betriebssystem der internen Uhr von MIUI Watch sollte für sich genommen sehr energieeffizient sein, nur die vielen Funktionen ziehen die Laufzeit ziemlich in die Länge.

Das eigentliche Problem ist der interne Preis

Ansonsten bietet die Uhr alles, oder fast alles, was man von klassischen Smartwatches kennt. Lediglich der Bildschirm ließ sich im Test nicht per Berührung aktivieren, sondern nur mit den Bewegungen des Handgelenks oder den beiden Knöpfen auf der rechten Seite der Box. Ansonsten gibt es traditionelle Schlafüberwachung und -analyse, verschiedene Sportmodi und -aufzeichnungen, Herzfrequenz- und Stressmessung sowie Protokollierung der Sauerstoffsättigung. Auch einige Zusatzfeatures sind möglich, wie kontaktloses Bezahlen (Mastercard) oder Musikwiedergabe.

Xiaomi Watch S1 Active im Test: Gerade wenn es sportlich wird, zeigt die Smartwatch ihre Stärken. Heute

Andererseits vermissen wir auch einige Features, etwa die Option, auf die auf dem Bildschirm angezeigten Smartphone-Nachrichten antworten zu können. Insgesamt ist die Xiaomi Watch S1 Active eine sehr gut verarbeitete Uhr, die mit ihren sportlichen Eigenschaften glänzt. Wenn Xiaomi auch die oben genannten Anomalien verbessert, würde es eine heiße Empfehlung für Fitnessbegeisterte werden.

Wer ein Edelmetallgehäuse und ein kabelloses Ladegerät bevorzugt, kann übrigens auf die Xiaomi Watch S1 (ohne Active) zurückgreifen. Und das ist auch der größte Streitpunkt, denn das S1 ist mit 230 Euro wirklich teurer als das Active, aber aktuell hat Xiaomi (15. Juni 2022) es auf 169 Euro gesenkt, während das Active bei 179 Euro hält.

Nav-Compte rfi Hora16.06.2022, 10:46 | Akt: 16.06.2022, 10:46

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