Der Iran sagt, er habe eine unterirdische Luftwaffenbasis für Drohnen. Das iranische Staatsfernsehen zeigte am Samstag erstmals Aufnahmen der Basis: Mehr als hundert „Kampf-, Aufklärungs- und Angriffsdrohnen“ seien auf der Basis unter dem Zagros-Gebirge im Westen des Landes geparkt, sagte er.
Das Staatsfernsehen berichtete über einen Besuch des iranischen Stabschefs Mohammed Bagheri und des Armeechefs Abdolrahim Musawi in den unterirdischen Einrichtungen. Der genaue Standort der Drohnenbasis wurde nicht genannt. Der Journalist sagte, er sei fast 40 Minuten lang mit dem Hubschrauber aus der Stadt Kermanshah dorthin geflogen.
Die Basis befindet sich “einige hundert Meter unter der Erde”, sagte Musawi. Flaggschiff der Drohnenflotte ist laut Staatsfernsehen die „Kaman-22“, eine mit Flugkörpern bestückte Drohne, die mindestens 2000 Kilometer weit fliegen kann.
Die Vereinigten Staaten und Israel haben den Iran beschuldigt, Drohnen an seine Verbündeten im Nahen Osten geliefert zu haben, darunter die libanesische Hisbollah-Miliz, die Regierung des syrischen Machthabers Bashar al-Assad und jemenitische Houthis-Rebellen.
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Rainer Hermann und Christian Meier
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Im Oktober verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen das Drohnenprogramm der iranischen Revolutionsgarden. Washington hat die Elitetruppe beschuldigt, hinter Drohnenangriffen auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien im September 2019 und auf einem Handelsschiff vor der Küste des Oman zu stehen, bei dem zwei Besatzungsmitglieder getötet wurden. Der Iran hat die Vorwürfe zurückgewiesen.