Zehn Jahre Haft drohen: Der Mann floh vor dem Prozess

Ein 38-jähriger Mann, dem zehn Jahre Haft drohen, ist nicht vor Gericht erschienen. Er soll die Corona-Maßnahmen mit dem Holocaust verglichen haben.

Richter und Geschworene warteten am Mittwoch beim Landesgericht Linz vergeblich. Schließlich wurde der Prozess vertagt, um der Polizei Zeit zu geben, den Angeklagten ausfindig zu machen und festzunehmen. Doch auch der 38-Jährige verschwand am Nachmittag.

Die Staatsanwaltschaft Linz wirft dem Veranstalter der Corona-Demonstrationen vor, gegen das Verbotsgesetz gehandelt zu haben. Konkret soll er in einem YouTube-Video und auf Telegram Ausgangsbeschränkungen und Impfpflicht mit der Judenverfolgung verglichen haben.

„Der 1984 geborene Angeklagte soll den Kern der nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen öffentlich verharmlost und den nationalsozialistischen Völkermord so verharmlost haben, dass er vielen Menschen zugänglich gemacht wurde“, heißt es in der Anklageschrift

Der Mann stand bereits im März in Linz vor Gericht. Damals wurde er wegen Verleumdung, Meineid, Verleumdung, Verleumdung und Beweisfälschung angeklagt. Das Urteil war eine teilweise ausgesetzte einjährige Freiheitsstrafe und ist rechtskräftig.

Der leere Verhandlungsraum heute/Jennifer Mostögl

Inhalt des März-Prozesses: Der 38-Jährige hatte einen Beamten belästigt und ihm verschiedene Delikte vorgeworfen. Auch bei der Bezirkshauptmannschaft und dem Landesverwaltungsgericht soll er gefälschte Maskenbefreiungsbescheinigungen eingereicht haben.

Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest

In dem neuen Prozess drohen dem Angeklagten zwischen einem und zehn Jahren Haft. Wann die Anhörung stattfinden wird, steht noch nicht fest. Wird der Angeklagte gefunden, könnte er in Gewahrsam genommen werden.

Nav-Account jmo Zeit 31.08.2022, 17:35| Veranstaltung: 31.08.2022, 17:35 Uhr

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