Altstätten
Nach zwei schweren Unfällen in Altstätten: «Die Kriessernstrasse ist kein Gefahrenpunkt», sagt die Kantonspolizei St.Gallen
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Kriessernstrasse in Altstätten sind am Sonntagnachmittag zwei Personen verletzt worden. Am Samstagnachmittag kollidierten zwei Autos auf derselben Strasse in Altstätten. Die Kantonspolizei klärt nun ab, ob es sich bei der Kriessernstrasse um einen Unfallschwerpunkt handelt.
Am Sonntagnachmittag ist es in Altstätten zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen zwei Autofahrern gekommen. Beide waren auf dem Weg von Kriessern nach Altstätten. Als der 67-Jährige nach links abbiegen wollte, setzte der 39-Jährige ein Vorwärtsmanöver an. Es gab einen Schock.
So beschrieb Natascha Scherrer von BRK-News, Sprecherin der Kantonspolizei St. Gallen, den Unfallhergang. Und außerdem: Der 67-jährige Fahrer geriet durch den Aufprall in ein angrenzendes Waldstück und musste von der Feuerwehr aus dem Auto gerettet werden. Nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort brachte ihn die La Rega ins Spital.
Der 39-Jährige hingegen konnte sein Fahrzeug in Ruhe lassen. Auch er wurde vom Rettungsdienst versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.
Das Auto des 39-Jährigen landete nach dem Aufprall auf der Fahrbahn.
Bild: Kapo SG
An beiden Autos entstand Totalschaden. Die Kriessernstraße war während der Unfalluntersuchung komplett gesperrt. Die Feuerwehr stellte eine Umleitung fest. Gemäss Mitteilung waren mehrere Patrouillen der Guàrdia Urbana del Cantó de Sant Gal, des Rettungsdienstes, der La Rega und der Feuerwehr Oberriet mit rund 30 Personen im Einsatz.
Polizei, Rettungsdienst, Rega und Feuerwehr waren am Sonntagnachmittag vor Ort.
Bild: Kapo SG
Der zweite schwere Unfall in 24 Stunden
Die Kollision ist der zweite schwere Unfall in der Kriessernstraße am vergangenen Wochenende. 600 Meter entfernt und rund 24 Stunden zuvor war am Samstagnachmittag ein 77-jähriger Mann bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos schwer verletzt worden und musste mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.
Deshalb klärte die Kantonspolizei St. Gallen umgehend ab, ob die Kriessernstrasse ein Unfallschwerpunkt war. Dies erforderte eine Datenanalyse aller früheren Unfälle auf derselben Straße. Denn, wie Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, in der Frage vom Montagmorgen erklärt: «Es gibt keine offensichtlichen Gefahrenquellen am Unfallort, die uns aufgefallen wären.» Keine geschlossenen Kurven oder gefährliche Kreuzungen oder enge Straßen.
Die Kriessernstraße gilt laut Bürgermeister nicht als besonders gefährlich
Dass die Kriessernstraße eine besonders gefährliche Strecke ist, weiß auch Altstätter Bürgermeister Ruedi Mattle nicht. In den vergangenen Monaten und Jahren kam es im Innenstadtbereich der Kriessernstraße zu mehreren Unfällen. „Glaube, ich erinnere mich, der letzte Unfall in einem Gebiet außerhalb der Stadt, also in der Gegend in den 80er Jahren, lag etwas weiter zurück“, sagt Mattle.
Damit hatte Mattle recht, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Montagnachmittag bestätigte: In den letzten drei Jahren wurden an den beiden Unfallstellen jeweils nur drei Unfälle gemeldet. Daher kann Krüsi klar sagen:
“Diese Stellen sind keine zufälligen Mitesser.”
Die Ermittlung der Unfallursachen ist jedoch noch nicht abgeschlossen. (mlb / elo / ja)