Zürich folgt auf Aargau: SVP kämpft gegen linke Lehrer

Am Beispiel Aargau

Die SVP kämpft gegen linke Lehrer

Die Zürcher SVP zeigt sich beeindruckt von der geplanten Aargauer Untersuchung zum angeblichen “Linksschwenk” an den Kantonsschulen: Sie fordert teilweise auch eine Überwachung der Zürcher Sekundarschulen.

Ein Schlussartikel der Kantonsschule Baden AG löste kürzlich eine landesweite Debatte aus: Drei Maturantinnen und Maturanten untersuchten, ob der Schulunterricht an den Aargauischen Gymnasien eine Linkskurve hat. Dazu befragten sie rund 530 Schülerinnen und Schüler.

Das Ergebnis: Ein Drittel der Schüler empfand den Unterricht als linker, meist Geschichte, Erdkunde, Deutsch und Englisch. Zwei Drittel der Befragten hätten auch Lehrer als “eher links” bezeichnet.

Der Aargauer Bildungsdirektor Alex Hürzeler (57, SVP) nahm nach einem Vorstoss der Parlaments-FDP den Ball auf und beauftragte eine Untersuchung. Das Wahllokal Sotomo will nun mit einer Online-Umfrage herausfinden, ob in den Schulen politische Neutralität gewahrt wird. Alle Schüler und Lehrer können sich ausdrücken.

“Nicht besser als im Aargau”

Zürcher Gymnasien und Berufsschulen sollen sich dieser Forschung anschliessen, so die Zürcher SVP. Drei Kantonsräte reichten ein entsprechendes Postulat ein, das am Donnerstag publiziert wurde. Damit die Verbindung mit dem Atelier Aargau rechtzeitig gelingt, muss die Initiative als dringlich erklärt werden.

«Die Situation an den Zürcher Schulen ist nicht besser als im Aargau», sind die Zürcher Regierungsräte überzeugt, wie sie in ihrer Vorlage schreiben. Zahlreiche Anhaltspunkte zu den mündlichen Berichten würden darauf hinweisen. Die Partei befürchtet “wenig Toleranz” für rechtsextreme Ansichten in Schulen.

Der Kantonsrat wird die Vorlage an einer der nächsten Sitzungen nach der Sommerpause diskutieren. Angesichts der linksgrünen Mehrheit dürfte die Sache allerdings eine schwere Zeit durchmachen. (SDA)

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