Die Tiroler nutzen es häufiger, die Hochösterreicher schätzen es mehr; Laut einer repräsentativen WWF-Umfrage schätzen Menschen in der Schweiz, Tirol, Bayern und Oberösterreich den Inn als Natur- und Erholungsraum. INNSBRUCK / INNVIERTEL. Die meisten Menschen in Tirol, Oberösterreich, Südbayern und der Schweiz schätzen den Inn als wichtigen Natur- und Erholungsraum, sehen ihn aber durch Umweltverschmutzung, Uferbebauung und Landnutzung im Umland als Belastung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Marktinstitut im Auftrag der Umweltschutzorganisation WWF Österreich in allen Inn-Anrainerstaaten durchgeführt hat. „93 Prozent der Befragten wünschen sich, dass die Besonderheiten und Artenvielfalt des Gasthauses erhalten bleiben, also mehr Schutz für den Fluss und den damit verbundenen Lebens- und Naturraum“, sagt Gerhard Egger, Naturschutzexperte WWF-Wasser. Die Verantwortung hierfür sehen die Befragten in erster Linie bei den Ländern und Kommunen. Zwei Drittel fordern die Wiederherstellung natürlicher Säume und den Schutz und Erhalt bedrohter Tierarten als wichtigste Maßnahmen zum Schutz und zur Renaturierung des Gasthauses. „Außerdem glauben 49 Prozent, dass eine Verbreiterung des Flusslaufs besonders hilfreich ist, um Kiesbänken und Auwäldern mehr Raum zu geben“, sagt Egger.
Wiedereinbürgerungsordnung
Für den WWF zeigen die Ergebnisse der Umfrage eine breite öffentliche Zustimmung zu den ambitionierten Schutz- und Renaturierungsmaßnahmen, die kürzlich im Rahmen des transnationalen Projekts INNsieme eingeleitet wurden. „Die Umfrage ist ein klarer Auftrag an die Politik, die Bedeutung des Gasthauses als Natur- und Erholungsraum zu stärken. Nur noch acht Prozent des Flusses sind in seinem natürlichen Zustand, mehr als 90 Prozent davon sind verstopft, gestört oder begradigt“, warnt Gerhard Egger. „Jetzt ist es an der Zeit, dem größten Fluss der Alpen mehr Raum zu geben.“ Bemerkenswert ist, dass laut Umfrage zwei Drittel bereit sind, Maßnahmen und Projekte zum Schutz von Natur und Lebensraum persönlich zu unterstützen, sei es durch eine Änderung des eigenen Verhaltens, durch ehrenamtliches Engagement oder durch Spenden“, sagt WWF-Expertin.
Regionale Besonderheiten des Gasthauses Liebe
“Die Menschen in Tirol nutzen den Inn weitaus häufiger. Hier geben 40 Prozent an, mindestens einmal pro Woche an den Inn zu fahren”, sagt Umfrageleiterin Birgit Starmayr vom Institut für Marktwirtschaft. „Aber die Tiroler sind sich der ökologischen Probleme beim Bauen und Nutzen bewusster als in anderen Ländern.“ In Oberösterreich wird der Gasthof vor allem wegen seiner besonderen Artenvielfalt geschätzt. „Trotz des geringen Bevölkerungsanteils im Einzugsgebiet messen die Oberösterreicher dem Inn als Naturraum größte Bedeutung bei“, sagt Starmayr. Auch in der Schweiz wohnen nur wenige Menschen direkt im Gasthof. Hier überwiegt der Stolz auf Nationalpark, Flüsse und Auen. Die Menschen in Südbayern äußern ihren Wunsch nach Schutz und Renaturierung des Inns deutlicher und sehen 76 Prozent des Freistaates Bayern als erforderlich an.
RUNTER ZUM GESCHÄFT Im EU Interregional Project INNsieme Der WWF Österreich hat sich mit Partnern in Österreich, Deutschland und der Schweiz zusammengeschlossen, um den Gasthof als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten. Im Rahmen dieses Projekts befragte das Marktinstitut 2.176 Personen aus Grenzländern mit dem Posing durch eine repräsentative Online-Umfrage.
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