Kriegsverbrechen-Interview: „Putin lobt Vergewaltigung ausdrücklich“

– “Putin hatte die Vergewaltigungen ausdrücklich gelobt”

Sexuelle Gewalt wird als Waffe in bewaffneten Konflikten eingesetzt. Dr. Monika Hauser kümmert sich mit ihrer Organisation Medica Mondiale um kriegstraumatisierte Frauen und Mädchen, seit Kurzem auch in der Ukraine.

Gepostet: 04.06.2022, 22:25

Sie muss das Glas halbvoll sehen, kann aber ihren Job nicht machen: Monika Hauser, die sich als Ärztin mit ihrer Organisation Medica Mondiale um kriegstraumatisierte Frauen und Mädchen kümmert.

Foto: Bettina Flitter (laif)

Monika Hauser war eine Pionierin. Als die Ärztin 1993 ihre Organisation Medica Mondiale für kriegstraumatisierte Frauen und Mädchen gründete, war das Thema sexuelle Gewalt noch tabu, niemand wollte etwas von der systematischen Anwendung sexueller Gewalt als Kriegswaffe hören. Medica Mondiale ist derzeit in 14 Ländern aktiv und unterstützt jährlich etwa 10.000 Überlebende. Aktuell sind die Tage straffer als sonst terminiert, denn Medica Mondiale baut das Netzwerk in der Ukraine auf. Für ein ausführliches Telefonat braucht es allerdings Zeit. Denn es ist ihr wichtig, erkannt zu werden, wie verheerend und zerstörerisch die Traumata des Krieges – auch von Männern – für ganze Gesellschaften sind.

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