Moskau stellt Litauens Grenze im Kaliningrad-Streit in Frage

Aktualisiert am 25.06.2022 um 10:48 Uhr

  • Seit vergangener Woche stoppt Litauen den Verkehr zur russischen Ostsee-Enklave Kaliningrad.
  • Als Reaktion auf die Entscheidung hat Moskau nun die Rechtmäßigkeit der Grenze zu Litauen bestritten.

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Moskau bestreitet nun die Legalität der litauischen Grenze wegen der Verkehrsbeschränkung auf der russischen Enklave der Kaliningrader Ostsee zwischen Litauen und Polen. „Litauen hat im Grunde seine eigenen Grenzen in Frage gestellt“, sagte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, am Samstag dem Staatsfernsehen. Der ungehinderte Verkehr ist eine Voraussetzung dafür, dass Russland die Grenzen der ehemaligen Sowjetrepublik Litauen anerkennt. “Litauen wurde nicht nur ins Bein geschossen, sondern auch in den Kopf.”

“Standort: Exklave Kaliningrad / Litauen / Russland”

© dpa infographic GmbH

Der Verkehr wurde für eine Woche eingestellt

Vor einer Woche stoppte das jetzige EU-Land den Transit von Waren, die auf der EU-Sanktionsliste stehen. Nach Angaben des Gouverneurs von Kaliningrad, Anton Alikhanov, werden zwischen 40 und 50 Prozent des Verkehrs zwischen dem russischen Kerngebiet und Kaliningrad betroffen sein. Unter anderem können nun Zement, Baustoffe oder Metalle auf dem Landweg in den russischen Ostseeraum gebracht werden. Deshalb hatten russische Beamte bereits Gegenmaßnahmen angekündigt. Daher wurde vorgeschlagen, Litauen aus dem gemeinsamen Stromnetz auszuschließen.

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Der Vorschlag, den russisch-litauischen Staatsgrenzvertrag aufzukündigen, würde eine Eskalation bedeuten. Seit Wochen fordern russische gesellschaftliche Zusammenkünfte die Eroberung eines “Korridors” nach Kaliningrad. Rogosin ist der erste hochrangige russische Beamte, der sich in dieser Richtung beschwert. (dpa/ska) © dpa

Aktualisiert am 22.06.2022 um 10:49 Uhr

Seit einigen Tagen können aufgrund der jüngsten EU-Sanktionen gegen Russland bestimmte Waren nicht mehr durch Litauen nach Kaliningrad transportiert werden. Russland spricht von “feindlichen Aktionen”.

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