Steigende Kraftstoffpreise machen vielen Autofahrern zu schaffen. Da keine Hoffnung auf Besserung besteht, gibt der Verkehrsverein wichtige Hinweise.
Der Krieg in der Ukraine veranlasste die Europäische Union zu zahlreichen Sanktionen gegen Russland. Diese wirken sich auch auf die Nationalstaaten aus. Neben exorbitant hohen Preisen in fast jeder Lebenslage gibt es immer wieder Engpässe. Kann es auch in Österreich zu einem Treibstoffengpass kommen? „Heute“ kennt die Antwort.
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Du solltest es jetzt tun
Während einzelne Autofahrer die Rohölpreise auf dem Weltmarkt nicht beeinflussen können, können sie beeinflussen, ob sie den Verbrauch reduzieren, indem sie ihre Fahrweise ändern. Der Österreichische Verkehrsclub (VCÖ) rät den Tiroler Autofahrern dazu und rechnet vor: „Wenn der Kraftstoffverbrauch der Tiroler Autoflotte nur um einen Liter auf 100 Kilometer gesenkt wird, können alle Autofahrer insgesamt rund 70 Millionen Euro einsparen Jahr zu aktuellen Kraftstoffpreisen.”
Fast 100.000 Tonnen können eingespart werden
Durch diese Reduktion können laut VCÖ zudem rund 98.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden. Der Durchschnittsverbrauch in Tirol liegt derzeit bei 6,7 Litern bei Benzinern und 6,5 Litern bei Dieseln.
Spargel und Erdbeeren waren besonders betroffen
Lokale Erdbeerbauern haben derzeit viel zu tun. Allerdings habe sich das Kaufverhalten der Verbraucher verändert, berichtet der burgenländische Erdbeerproduzent Michael Habeler aus Wiesen der APA. „Das ist auffällig stark, von Monatsmitte bis Monatsende wird weniger gemacht“, sagt Habeler. Schließlich ist es auch ein „Luxusgut“.
Auch Spargel ist von der Inflation besonders betroffen. Der Handelskonzern Spar hingegen bemerkt bisher noch keine Kaufzurückhaltung bei Erdbeeren, in geringerem Maße aber bei Spargel. Allerdings sei das an sich schon ein höherpreisiges Produkt, das noch teurer geworden sei, so Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Grundsätzlich ist jedoch ein klarer Trend zu günstigeren Produkten zu erkennen. Die Spar-Eigenmarke „S-Budget“ legte in den vergangenen Monaten um zwölf Prozent zu und hat damit Bio-Produkte in Sachen Wachstumsraten übertroffen. Von den hohen Zuwachsraten der Umweltzeichen in den beiden vorangegangenen Jahren ist es jedenfalls weit entfernt.
Nav-Comptenico Time07.06.2022, 17:37 | Zeit: 07.06.2022, 17:45